BIZZ-Exklusiv
14.10.2013

„Zahl der CO2-Zertifikate drastisch senken“

Fotos: Statkraft, Lichtblick
Gero Lücking, Lichtblick

Ein neues Energiemarktmodell zu gestalten, wird eines der zentralen Aufgaben für die neue Bundesregierung. Der Vorstand des Ökostromversorgers Lichtblick fordert, den Emissionshandel zu reaktivieren, damit Gaskraftwerke wieder eine Chance am Markt haben.

„Wir erleben in Europa eine massive Fehlsteuerung der Energieerzeugung. Ausgerechnet die Kohle erlebt eine Renaissance. Grund für den Kohle-Boom ist der Preisverfall bei den CO2-Zertifikaten. Die Lenkungswirkung des EU-Emissionshandels, der den Klimakiller Kohle teuer und damit auch den Weg für flexible Gaskraftwerke frei machen sollte, ist derzeit nicht gegeben. Die Lösung liegt auf der Hand: Europa muss seine Klimaziele ambitionierter gestalten und die Zahl der CO2-Zertifikate drastisch senken. Von höheren Börsenpreisen profitieren vor allem flexible Gaskraftwerke. Erst danach kann die Politik sinnvollerweise entscheiden, inwieweit es eines Kapazitätsmarktes bedarf.“

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Gero Lücking ist Vorstand des Ökostromversorgers Lichtblick in Hamburg

Lesen Sie dazu auch den Beitrag von Justus Haucap, Direktor des Düsseldorf Institute for Competition Economics und langjähriger Chef der Monopolkommission: „Subventionierung unprofitabler Kraftwerke“.

 

Gero Lücking
Keywords:
Kapazitätsmärkte | Gero Lücking | Lichtblick | BIZZ-Exklusiv
Ressorts:
Governance | Community

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