Internationale Pesseschau
10.02.2014

Britischer Energieminister nimmt Gasmonopole ins Visier

BMU
Großbritannien liberaler Energieminister setzt auch beim Gas auf den freien Markt.

Der britische Energieminister Ed Davey rät in einem Brief den zuständigen Behörden die Einleitung eines Verfahrens gegen die großen Gasversorger. Aufgrund von Marktmonopolen seien die Gewinnmargen beim Gas teilweise deutlich höher als bei der Stromversorgung – dort läuft bereits seit Oktober ein Verfahren.

Einem Bericht des Londoner Guardian zufolge beklagt Energieminister Ed Davey in einem Schreiben an die zuständigen Energie- und Marktregulierer Ofgem und CMA (Competition & Markets Authority) zu hohe Profite mit zum Teil zweistelligen Margen bei Gasversorgern. Die Behörden sollten jetzt über ein mögliches Verfahren entscheiden. 

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Der Minister bringt dabei auch die Zerschlagung dominierender Gasanbieter ins Spiel, die zum Nachteil der Verbraucher ein Monopol besitzen. Die höchsten Preise erhebe laut Davey die Gastochter des Energieriesen Centrica, British Gas, und erziele damit auch die größten Profite. 

Der Brief des liberalen Politikers Davey kommt inmitten eines bereits seit Oktober laufenden Wettbewerbsverfahrens. Dabei untersuchen die Behörden im Energiesektor Preise, Profite sowie Barrieren für andere Versorger. Der Schwerpunkt läge dabei jedoch auf dem Strommarkt – die größten Gewinnmargen würden jedoch laut Davey beim Gas erzielt. 

Steigende Energiekosten sind auch auf der britischen Insel ein großes Politikum. Oppositionsführer Ed Miliband von der Labour-Party kündigte im Falle der Machtübernahme bereits an, die Energiepreise für 20 Monate einzufrieren. 

 

Daniel Seeger
Keywords:
Ed Davey | Ed Miliband | Internationale Presseschau | Energiepolitik | Großbritannien
Ressorts:
Governance | Markets

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