Digitalisierung
06.09.2016

Dena will Energie-Start-ups locken

Foto: InnoZ
Visualisierung des Stromverbrauchs in einem digitalisierten Elektrizitätsnetz.

Die Deutsche Energie-Agentur befürchtet, dass Deutschland den Anschluss bei Innovationen zur Energiewende verliert. Mit einem neuen Netzwerk möchte sie kluge Köpfe mit guten Ideen anziehen.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat eine ganze Riege von Kritikern und bei einem Treffen für Start-ups in Berlin am Montagabend reihte sich auch der Chef der Deutschen Energie-Agentur (Dena) ein: „Das EEG war einmal ein Treiber für Innovationen. Doch inzwischen ist es das größte Hindernis für Innovationen, die wir für die zweite Phase der Energiewende brauchen“, sagte Andreas Kuhlmann. Mit der zweiten Phase ist die digitale Vernetzung von Solar- und Windkraftanlagen, Speichern und Verbrauchern gemeint. Das EEG lenkt dagegen immer noch Milliarden Euro überwiegend in das bloße Erzeugen von Kilowattstunden – unabhängig vom Bedarf.

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Kuhlmann hatte deshalb schon im Frühjahr auf Milliardenkosten für das Abregeln von Windkraftanlagen und Maßnahmen zur Sicherung der Netzstabilität verwiesen und einen Wettbewerb für Hacker und Start-ups vorgeschlagen, um das Problem zu lösen. Mit einem breiteren Ansatz wird diese Idee nun konkret.

 

Internationales Netzwerk für Energie-Innovationen

Der Dena-Chef kündigte am Montag einen globalen Start-up-Wettbewerb zum Thema „Innovation in Energy Transition“ an. Es geht also um alle Innovationen, welche die Energiewende voranbringen können. Start wird beim Dena-Kongress am 22. und 23. November sein, im März sollen die Preise beim international ausgerichteten Berlin Energy Transition Dialogue der Bundesregierung vergeben werden.

Aus den teilnehmenden Start-ups solle ein globales Netzwerk entstehen, das sich vorrangig in Berlin trifft, sagt Projektleiter Leo Hille von der Dena: „Wir wollen kluge Ideen für einen Austausch nach Deutschland holen, von denen wir sonst nichts mitbekommen würden.“ Das Preisgeld werde voraussichtlich im niedrigen fünfstelligen Bereich liegen, noch sucht die Dena nach Sponsoren aus der Wirtschaft.

Manuel Berkel
Keywords:
Dena | Start-ups | Digitalisierung
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Kommentare

Der größte Verbraucher im Haushalt ist die Heizungstechnik.Ca. 8Mio
Anlagen müssen saniert bzw. ausgetauscht werden. Der Einsatz von Strom-
heizungen in Form von Wärmepumpentechnik ist der sinnvollste Weg.
Hier müssen bestehende Vorurteile abgebaut werden um die selbst
erzeugte Energie auch zu nutzen.

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