China
24.03.2016

Deutsche Finanzhilfe gegen Smog in China

foto: Wikipedia
KfW-Hauptsitz in Frankfurt a.M.

Mit einem Kredit in Höhe von 150 Millionen Euro will die KfW- Förderbank die Luftverschmutzung in China bekämpfen.

 

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Die Frankfurter KfW-Förderbank vergibt einen Kredit in Höhe von 150 Millionen Euro an die Volksrepublik China. Ein entsprechender Vertrag wurde am heutigen Donnerstagmorgen in Peking unterzeichnet, teilte die Bank mit.

Die 150 Millionen Euro stammen zu 100 Prozent aus KfW-Eigenmitteln und etablieren damit „einen neuen Finanzierungsmechanismus in der Finanziellen Zusammenarbeit zwischen der Volksrepublik China und Deutschland“, sagt KfW-Vorstandsmitglied Norbert Kloppenburg. Bis 2010 hatte die Bundesregierung Peking im Rahmen der Entwicklungshilfe mit öffentlichen Geldern unterstützt. 

Das Vorhaben ist Teil eines Luftreinhaltungsprogramms in den nordchinesischen Regionen Peking, Tianjin und Hebei, in denen rund 110 Millionen Menschen leben. Das Geld soll beispielsweise in Erneuerbaren-Projekte sowie den Ausbau der grünen Mobilität fließen. Gleichzeitig sind Kürzungen im Kohle- und Stahlsektor geplant. Zusätzlich steuert die Asiatischen Entwicklungsbank ADB rund 269 Millionen Euro (300 Millionen US-Dollar) bei. 

In den letzten Monaten hat China seine Anstrengungen gegen die Luft- und Umweltverschmutzung erhöht. So will Peking beispielsweise mit Windkorridoren die dreckige Luft aus der Stadt pusten.

Auch dem Kohle- und Stahlsektor geht es an den Kragen. Erst kürzlich verkündete Xu Shaoshi, Chef der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission und zuständig für Chinas Fünfjahrespläne: Innerhalb von drei bis fünf Jahren werde China rund 500 Millionen Tonnen Kohle- Produktionskapazität abbauen, parallel werde die Rohstahl-Produktionskapazität um 100 bis 150 Millionen Tonnen reduziert.

 

Redaktion
Keywords:
China | KfW | Luftverschmutzung | Kredit | Umweltschutz | Smog | Peking
Ressorts:
Finance

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