Frage des Monats
03.05.2016

"Die Kosten werden sinken und Entwicklungssprünge sind möglich"

Fotos: Stefan Kaminski, Ulrich Wirrwa / Vattenfall
Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag

"Welche Zukunft hat die Offshore Windenergie?", lautet im Mai die Frage des Monats von bizz energy. Hochkarätige Politiker haben geantwortet. Lesen Sie hier die Antwort von Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.

Wir wollen möglichst bis 2030 die Stromerzeugung vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Aber auch große Teile des Wärme- und Verkehrssektors werden in Zukunft mit erneuerbarem Strom versorgt werden. Dabei können wir nicht auf das Potenzial der Offshore-Windenergie verzichten. Sie liefert zuverlässig und gleichmäßig Strom in großen Mengen. Außerdem sichert Windenergie auf See Arbeitsplätze in Deutschland und lässt uns an der Weltspitze der Erneuerbaren mitspielen. Doch die Offshore-Windkraftnutzung ist noch jung, die Potenziale zur Kostensenkung sind nicht sicher einzuschätzen. Fakt ist, die Kosten werden sinken und Entwicklungssprünge wie in der Photovoltaik und der Windkraftnutzung an Land sind möglich. Die Ausbauziele bis 2030 müssen erreicht werden und – falls die Kosten rascher fallen als erwartet – auch erhöht werden.

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Zudem sollte die Windenergie auf See klug in ein auszubauendes Stromnetz eingebunden sein. Außerdem muss Gabriel der Offshore-Windenergie eine Perspektive über das Jahr 2030 hinaus geben, denn da enden die Pläne der Regierung für die Windenergie auf See. Für uns ist besonders wichtig, dass Windenergieanlagen auf See umweltverträglich installiert werden. Offshore-Windkraftanlagen auf Kosten von Zugvögeln oder Schweinswalen würden letztendlich ihre eigene Legitimation untergraben.

Die Antwort der SPD-Abgeordneten Nina Scheer lesen Sie hier.

Anton Hofreiter
Keywords:
Offshore-Windenergie | Anton Hofreiter | Grüne
Ressorts:
Governance | Community

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