Studie
01.08.2013

E-Mobilität gewinnt an Fahrt

Der Anteil an Elektrofahrzeugen hierzulande ist um 78 Prozent gestiegen. Noch stärker wächst die Nachfrage auf dem Weltmarkt. Von dem Trend könnte Deutschland profitieren.

In Deutschland waren insgesamt 15.850 Elektrofahrzeuge zu Jahresbeginn unterwegs. Fast die Hälfte davon waren rein elektrisch betriebene PKW (7.110). Krafträder (4.650), Lastwagen und Busse (2.960) sowie Plug-In-Hybride (1.120).

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Der Bestand an E-Fahrzeugen ist somit um fast 80 Prozent im Vorjahresvergleich angestiegen, wie eine gemeinsame Untersuchung des ZSW (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg) und des DFKI (Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz) zeigt. „Der deutliche Zuwachs spiegelt die typische Einstiegsdynamik einer noch jungen, aber vielversprechenden Technologie wieder“, meint Benjamin Schott, Wissenschaftler beim ZSW.Die Deutsche Regierung hat das ambitionierte Ziel von einer Million Elektroautos bis zum Jahr 2020.

Auch auf dem internationalen Markt zeigt sich Bewegung. So wurden allein im vergangenen Jahr weltweit 110.000 Elektroautos neu zugelassen, ein Wachstum von 130 Prozent gegenüber 2011. Insgesamt sind etwa 200.000 E-Fahrzeuge weltweit auf Tour. Dominiert wird der internationale Markt bislang von Herstellern aus den USA und Japan. Doch auch das Exportland Deutschland könnte von der wachsenden Nachfrage profitieren, meint Schott, „ sofern hierzulande weiter in die Entwicklung der Elektromobilität investiert wird.“ 

Verband fordert Kaufanreize

Der Bundesverband E-Mobilität (BEM) fordert trotz der Steigerung bei den Zulassungszahlen mehr Anreize für Käufer von E-Autos. Der Verband verwies auf Länder wie Norwegen und Frankreich, wo die Zulassungszahlen von E-Autos auch infolge staatlicher Förderung deutlich höher liegen. „Dass die Weltpremiere des BMW i3 in dieser Woche nicht im Heimatland des Automobilherstellers sondern in New York, London und Peking statt gefunden hat, ist bezeichnend und verdeutlicht, dass Deutschland bis dato weder Erst- noch Leitmarkt der neuen Technologie ist“, sagte Verbandspräsident Kurt Sigl. Der diese Woche vorgestellte elektrische Serienwagen i3 könne zwar zu einer Initialzündung für den deutschen Markt führen, „aber nur dann, wenn sowohl die politischen als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen“, so Sigl. Der Verband spricht sich für eine Kaufprämie für E-Autos aus.

Zur Studie: 

In ihrer gemeinsamen Untersuchung haben das ZSW und das DFKI die Marktentwicklung von Elektrofahrzeugen analysiert und neben Elektroautos auch Nutzfahrzeuge und Krafträder in ihre Untersuchung aufgenommen. Die Daten basiern unter anderem auf den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes.

 

TG
Keywords:
ZSW | DFKI | Plug-In-Hybrid | E-Mobilität
Ressorts:
Markets

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