Elektroautos
08.08.2017

Faraday Future erhält Finanzspritze

Foto: Creative Commons/Smnt
Der FF 91 von Faraday Future soll im kalifornischen Fresno produziert werden.

Der klamme Tesla-Herausforderer Faraday Future bekommt frisches Geld. Mit dem Kredit von 14 Millionen Dollar soll vor allem die Produktion in Gang gebracht werden.

An der Besetzung seines Vorstands gemessen, ist Faraday Future das „deutscheste“ unter den amerikanischen E-Auto-Start-ups: Nach Produktionschef Dag Reckhorn (ehemals bei Karmann in Osnabrück) stießen in diesem Jahr der frühere Deutsche-Bank-Vorstand Stefan Krause und der ehemalige BMW-Entwicklungsmanager Ulrich Kranz zum Führungsteam des Limousinenherstellers in Los Angeles.

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Krause hat als Finanzchef nun einen dringend benötigten Kredit akquiriert. Wie die Los Angeles Times berichtet, erhält Faraday Future 14 Millionen Dollar von dem New Yorker Investor Innovatus Capital Partners. Damit soll eine leerstehende Fabrik im kalifornischen Fresno angemietet werden, um nach langer Verzögerung mit der Serienproduktion zu beginnen. Dort will Faraday Future seinen bulligen, beschleunigungsstarken „FF 91“ bauen und Platzhirsch Tesla im Luxussegment Konkurrenz machen.

Chinesischer Eigentümer in Finanznot

Faraday Future war gemeinsam mit seinem Eigentümer Jia Yueting, dem Gründer des chinesischen Internetkonzerns LeEco, in finanzielle Schieflage geraten. Anfängliche Pläne für ein riesiges Werk für eine Milliarde Dollar bei Las Vegas wurden auf Eis gelegt, der Produktionsstart des FF 91 rückte in immer weitere Ferne, in Los Angeles machten bereits Gerüchte über ein baldiges Ende von Faraday Future die Runde.

Krause ging nach seinem Einstieg im März daran, neue Finanzquellen erschließen. Mit den 14 Millionen Dollar von Innovatus Capital Partners hat er dem Unternehmen nun eine Atempause verschafft. Mit dem Geld soll begonnen werden, eine ehemalige Pirelli-Reifenfabrik in Fresno zu einem Autowerk umzubauen. „Für Investoren macht es das realer“, zitiert die Los Angeles Times Krause.

Produktionsbeginn im Frühjahr?

Anderen Medienberichten zufolge soll die Produktion in Fresno in Frühjahr 2018 beginnen. Faraday Future beschäftigt laut LA Times derzeit rund 1000 Menschen. Der FF 91, der im Januar auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas vorgestellt wurde, soll sich durch mehr Komfort und stärkere digitale Vernetzung von den Tesla-Modellen absetzen.

Christian Schaudwet
Keywords:
Faraday Future | Elektromobilität | Tesla | Jia Yueting
Ressorts:
Markets

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