Power-to-Gas
30.11.2012

Greenpeace Energy steigt aus Elektrolyse aus

Der Grünstromversorger Greenpeace Energy stoppt überraschend sein geplantes Wasserstoffprojekt. Den Hamburgern wurde es zu teuer.

Greenpeace Energy steigt aus dem Elektrolyse-Projekt im niedersächsischen Suderburg aus. Wegen unternehmerischer Risiken und hohen Investitionskosten beschloss der Aufsichtsrat einstimmig den Stopp der ersten eigenen Wasserstofferzeugungs-Anlage. Der Strom für die Elektrolyse sollte aus Windparks kommen. „Die Gesamtkosten des Projekts hätten voraussichtlich bei rund 5,5 Millionen Euro gelegen“, erklärt Unternehmenssprecher Henrik Düker gegenüber BIZZ energy today. 

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Für innovative Windgastechnik wie diese bezieht das Unternehmen von seinen Gaskunden einen Förderaufschlag von 0,4 Cent pro Kilowattstunde. Noch Anfang September unterstrichen die Hamburger ihre Power-to-Gas-Ambitionen. „Unsere Gaskunden helfen dabei, das Strom- und Gasnetz zu einem zusammenhängenden Energienetz zu verbinden", sagte damals Jörg Rohwedder, kürzlich ausgeschiedenes Vorstandsmitglied von Greenpeace Energy. Zu dem Projektstopp hätten auch die gegenwärtigen Kundenzahlen in der Gassparte des Unternehmens geführt, sagt Düker.

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Trotz der jetzigen Entscheidung möchte Greenpeace Energy den Bau von Elektrolyseuren zur Wasserstoffproduktion weiter vorantreiben. Man werde alternative Projekte prüfen, so der Greenpeace-Energy-Sprecher, einen konkreten Zeitplan gäbe es allerdings noch nicht. 

 

 
Daniel Seeger
Keywords:
Power to Gas | Windgas | Greenpeace Energy | Gasnetz | Elektrolyseur
Ressorts:
Technology | Markets

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