AKW
19.05.2014

Haftung nur bis zur Vattenfall-Tochter

Vattenfall
Zwischenlager für Castoren im Kernkraftwerk Brunsbüttel

Der schwedische Vattenfall-Konzern als Ganzes haftet nicht für seine Kernkraftwerke in Deutschland, wie ein aktueller Bericht meldet. Die Konsequenzen der veränderten Rechtsform der deutschen Tochter waren allerdings schon 2012 bekannt.

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat sich durch einen juristischen Trick einer Haftung für seine AKW entzogen, wie das Handelsblatt in seiner Montagsausgabe berichtet. Mitte 2012 hatte der Konzern für Deutschland seine Rechtsform geändert. Die Aktiengesellschaft Vattenfall Europe wurde zur Vattenfall GmbH – einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

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Über die Konsequenzen der veränderten Rechtsform hatte BIZZ energy today schon damals berichtet. „Mit der Verschmelzung endet automatisch der im Jahr 2008 geschlossene Beherrschungsvertrag zwischen Vattenfall Europe AG und Vattenfall AB“, hieß es im letzten Satz der damaligen Konzernmitteilung. Die Risiken für die Altmeiler tragen damit das Tochterunternehmen, das ein Kernkraftwerk betreibt, und die deutsche Vattenfall GmbH, hatte ein Sprecher 2012 auf Nachfrage von BIZZ energy today erklärt. Der Mutterkonzern beziehungsweise der schwedische Staat trägt seitdem keine Haftung für die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel.

Auch die anderen AKW-Betreiber RWE, Eon und EnBW wollen ihre atomaren Altlasten loswerden und sie in eine staatliche Stiftung überführen. Laut den bekannt gewordenen Plänen wollen die Konzerne 30 Milliarden Euro für Abriss und Entsorgung in die Stiftung geben – und sich so von den Haftungsrisiken freikaufen.  

Daniel Seeger
Keywords:
Vattenfall | AKW | Atomausstieg | EnBW | Eon | RWE
Ressorts:
Markets

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