Klimaschutz
27.07.2017

Hendricks hält Verbleib der USA im Pariser Vertrag für möglich

Foto: Creative Commons/Marshall Islands
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD)

Die Bundesumweltministerin sieht im Gespräch mit bizz energy „viel Gegenwind im eigenen Land“ für den US-Präsidenten und betont: „Trump hat Kündigung des Pariser Vertrags lediglich angekündigt“. Inzwischen fürchten sich sogar Amerikas Generäle vor der Erderwärmung.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ist zuversichtlich, dass die USA entgegen der Ankündigung ihres Präsidenten Donald Trump doch nicht aus dem Pariser Klimavertrag aussteigen. „Der US-Präsident bekommt gerade auch im eigenen Land viel Gegenwind aus der Öffentlichkeit, aus Bundesstaaten und Kommunen – und nicht zuletzt auch aus der Wirtschaft“, sagt Hendricks im Gespräch mit bizz energy und betont: „Bisher hat Trump die Kündigung des Pariser Vertrags lediglich angekündigt.“ Zudem gebe es „eine dreijährige Kündigungsfrist, die noch lange nicht zu Ende ist.“

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Auch Macron optimistisch

Die von Trump ins Spiel gebrachten Nachverhandlungen der USA zum Pariser Klimaabkommen schließt Hendricks allerdings kategorisch aus: „Der Vertrag steht, er ist in Kraft, da gibt es keinen Spielraum für nachträgliche Deals. Das würde nur falsche Begehrlichkeiten wecken.“

Nach einem Gespräch mit Trump Mitte Juli hatte sich bereits der französische Präsident Emmanuel Macron optimistisch geäußert, dass der US-Präsident seine Ankündigung, aus dem Klimavertrag auszusteigen, nicht wahrmachen wird.
 
Während Trump unterschiedliche Signale zum Klimaschutz aussendet, hat der mächtige Streitkräfteausschuss des US-Repräsentantenhauses eine weitreichende Entscheidung dazu getroffen. Trotz der republikanischen Mehrheit folgte der Ausschuss einem Antrag des Demokraten Jim Langevin aus Rhode Island. Demnach müssen Armee, Luft- und Seestreitkräfte jeweils die zehn am stärksten vom Klimawandel der kommenden 20 Jahre betroffenen militärischen Einrichtungen auflisten.

Keywords:
Babara Hendricks | Pariser Klimaabkommen | Donald Trump | Klimawandel
Ressorts:
Governance

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