Klimawandel

29.05.2012

IEA: Zwei-Grad-Korridor schließt sich

Kurt F. Domnik, Pixelio
Es raucht und dampft: Ein Kohlekraftwerk bei der Arbeit.

Der Ausstoß des Klimagases CO2 nimmt stärker zu als erwartet. Wirtschaftliches Wachstum und Emissionen müssen entkoppelt werden, fordert die Internationale Energie Agentur (IEA). Das international vereinbarte Zwei-Grad-Ziel sei sonst nicht zu halten.

Der weltweite Ausstoß von CO2-Emissionen hat mit 31,6 Gigatonnen im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Damit erhöhte sich er Ausstoß des Klimagases 2010 um eine weitere Tonne oder um 3,2 Prozent gegenüber den vorherigen Schätzung der Internationalen Energie Agentur (IEA) mit Sitz in Paris. Das gab die IEA bei der Vorstellung ihrer neusten Auswertungen bekannt. 45 Prozent der zusätzlichen Emissionen entfallen dabei auf Energieträger Kohle.

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Das von der IEA beschriebene 450-Szenario, das nötig ist um die globale Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, sieht vor, dass der Höchstwert von 32,6 Gigatonnen nicht später als 2017 erreicht werden müsse. Danach solle der Ausstoß sinken. Wichtig sei dabei, dass Emissionen und wirtschaftliches Wachstum eines Landes (BIP) voneinander abgekoppelt werden. Im vergangenen Jahr überstieg der Ausstoß von CO2 das globale BIP-Wachstum, analystiert IEA-Chefökonom Fatih Birol. „Die neuen Daten zeigen, dass sich die Tür für den Zwei-Grad-Korridor immer weiter schließt.“

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Niels Hendrik Petersen
Keywords:
CO2 | Klimawandel
Ressorts:
Governance

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