Direktvermarktung
13.02.2013

Immer mehr intelligente Windräder

Bisher sind die Windparks in Deutschland Einbahnstraßen: Sie produzieren so wie der Wind weht. Eine neue Software soll das ändern und künftig Stromproduktion, Wetterprognose und Marktnachfrage abstimmen.

Die Direktvermarktungsgesellschaft für Ökostrom Green Energy Systems (GESY) kontrolliert zusammen mit dem Stadtwerkeverbund Trianel und dem Projektierer Enertrag bereits mehr als einen Gigawatt an installierter Windenergie, das entspricht in etwa der Leistung eines Atomkraftwerks. Eine intelligente Software steuert die Windräder wie ein virtuelles Kraftwerk.

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Satter Bonus für die Fersteuerung

Möglichst viele Windenergieanlagen sollen künftig ferngesteuert werden: „Unser Ziel ist es, auch alle übrigen Windenergieanlagen so schnell wie technisch möglich, an das virtuelle Kraftwerk anzuschließen“, sagte GESY-Geschäftsführer Andreas Birmelin. Damit sichert sich der Betreiber einen entsprechenden Fernsteuerbarkeitsbonus. Die Managementprämie wurde Anfang 2013 von zehn auf 6,50 Euro pro Megawattstunde reduziert. Anlagen, die aber über einen Zähler fernsteuerbar sind, erhalten jedoch einen Fernsteuerbarkeitsbonus von 7,50 Euro je Megawattstunde. 

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Auch das norwegische Unternehmen Statkraft will seine rund 1.000 Windparks in Deutschland technisch umrüsten. Sowohl GESY als auch Statkraft setzten dabei auf den Oldenburger Prognose-Dienstleister Energy & Meteo Systems. Die Software soll Stromproduktion, Windprognose und Stromnachfrage aufeinander abstimmen.

Niels Hendrik Petersen
Keywords:
Green Energy Systems | Energy & Meteo Systems | Trianel | Fernsteuerbarkeitsbonus
Ressorts:
Technology | Markets

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