Kohlebranche
06.03.2017

Indien wird Musterschüler

Foto: Flickr/Nitin Kirloskar
Kohlemine in Indien

Eine Studie sagt Indien die Kohlewende voraus. Schon in neun Jahren könnte das letzte neu gebaute Kraftwerk ans Netz gehen. 

Schon 2025 könnte Indien keine neuen Kohlemeiler mehr brauchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Energy and Resources Instituts Teri in Neu Delhi. Dafür müssten allerdings zwei Voraussetzungen erfüllt sein, heißt es darin. Erstens sei nötig, die Kosten für Renewables und Batteriespeicher bis 2025 auf die Hälfte des jetzigen Niveaus zu drücken. Zweitens müsse die indische Regierung kräftig in den Netzausbau investieren. Teri-Chef Ajay Mathur hält dieses Szenario für wahrscheinlich. Sein Kommentar: „Unsere Studie zeigt, dass sich die Kosten für Grünstrom und dessen Speicherung bei fünf Rupien pro Kilowattstunde stabilisieren werden“. Das entspricht rund sieben Eurocent. Tatsächlich sind die Preise für Solarenergie in Indien derzeit auf Talfahrt. Bei einer kürzlich beendeten Auktion sank der Preis auf einen Niedrigrekord von 3,29 Indischen Rupien, also 4,63 Eurocent. Derzeit deckt das Land allerdings noch immer ein Drittel seines Energiebedarfs durch Kohlestrom – und zählt zu den weltweit größten Treibhausgasemittenten. Um den wachsenden Energiehunger zu stillen, will die Regierung in den nächsten Jahren nochmals rund 50 Gigawatt Kohlekapazitäten zubauen.

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