Internationale Presseschau
25.10.2013

IPCC-Chefin zweifelt an CO2-Budgets

Die Chefin des Uno-Klimarates IPCC, Christiana Figueres, rechnet nicht damit, dass bei den Warschauer Klimagesprächen über CO2-Budgets für einzelne Staaten verhandelt wird. Sie vertraut stattdessen auf den technischen Fortschritt bei der Reduktion von Kohlenstoffdioxid.

Im vergangenen Monat hatte der Weltklimarat in seinen neuen Bericht dargelegt, wie viel die Menschheit noch an Kohlendioxid (CO2) ausstoßen darf, um nicht die kritische Zwei-Grad-Marke bei der Klimaerwärmung zu überschreiten. Das Budget wäre demnach nach derzeitigen Emissionsraten bereits binnen 30 Jahren verbraucht. Trotz dieser Aussichten hält IPCC-Chefin Christiana Figueres Verhandlungen über Emissionsgrenzen für Staaten auf der Warschauer Klimakonferenz für politisch schwierig, berichtet der Londoner Guardian.

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Zugeteilte CO2-Budgets würden von den Staaten als ein Nullsummenspiel betrachtet, sagte Figueres. Verhandlungen darüber würden voraussetzen, dass es keine technischen Fortschritte zur Senkung des CO2-Ausstoßes mehr gäbe. „Wir haben jedoch enorme Fortschritte in den vergangenen zehn Jahren gemacht“, betonte Figueres. 

Die Warschauer Klimagespräche im November sind der Beginn von Verhandlungen, die 2015 in Paris in einen neuen globalen Klimavertrag münden sollen. 

 
Redaktion
Keywords:
IPCC | Weltklimarat | Energiepolitik | Internationale Presseschau
Ressorts:
Governance

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