Iran
13.10.2016

Iran führt neue Vertragsform für den Öl- und Gassektor ein

Foto: Wikipedia / Miladfarhani / CC BY-SA 3.0
Die Shazand-Raffinerie bei Teheran ist eine der bedeutendsten im Iran.

Westliche Investoren sollen über Iran Petroleum Contracts an den Gewinnen der Förderung beteiligt werden. Bisher durften sie nur als Dienstleister mitspielen.

 

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Das iranische Ölministerium hat erstmals zwei sogenannte “Iran Petroleum Contracts” für insgesamt vier Ölfelder unterzeichnet. Diese neuartigen Verträge bieten ausländischen Investoren die Möglichkeit, an den Gewinnen aus der Ölproduktion mit bis zu 49 Prozent beteiligt zu werden. In der Vergangenheit konnten ausländische Unternehmen lediglich als Dienstleister Aufträge ergattern und Service-Gebühren in Rechnung stellen. Wegen der westlichen Wirtschaftssanktionen waren ohnehin fast nur Firmen aus China, Russland und Indien im Iran aktiv.

Die neue Vertragsform, die Laufzeiten von bis zu 27 Jahren regelt und künftig auch auf den Gassektor ausgedehnt werden soll, feierte Anfang Oktober ihre Premiere. Der erste IPC wurde just an dem Tag unterzeichnet, als Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit einer deutschen Delegation in Teheran gastierte. Das war allerdings Zufall: Deutsche Unternehmen sind in beiden Fällen nicht involviert. Die Persia Oil Company hat per IPC den Zuschlag für drei Ölfelder in der Nähe der iranisch-irakischen Grenze bekommen und muss nun dafür ausländische Kooperationspartner suchen. Im zweiten Fall hat der russische Konzern Tatneft einen IPC für das Ölfeld Dehloran im Westen des Iran unterzeichnet.

Mahya Karbalaii, Teheran
Keywords:
Iran | Erdöl | Erdgas
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