Green Finance
16.01.2018

KFW spart mit Green Bonds 2,9 Millionen Tonnen CO2 ein

Foto: iStock
Hauptsitz der KfW in Frankfurt am Main.

Die staatliche Förderbank KfW hat errechnet, welche Wirkungen ihre mit grünen Anleihen refinanzierten Kredite 2017 entfaltet haben. Zudem emittierte sie ihren ersten Green Bond für das Jahr 2018.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Frankfurt ist auf dem boomenden Markt für grüne Anleihe einer der größten Emittenten in Europa. Das Institut hat im Jahr 2017 Green Bonds in Euro, US- und Australischen Dollar sowie in britischen Pfund über umgerechnet 3,7 Milliarden Euro an internationale Investoren verkauft. Ihren ersten Green Bond für das Jahr 2018 emittierte die Bank am Dienstag. Dieser hat ein Volumen von einer Milliarde schwedische Kronen, umgerechnet rund 100 Millionen Euro. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre bei einem Coupon von 0,46 Prozent. Die Erlöse werden sämtlich für die Refinanzierung des KfW Förderprogramms "Erneuerbare Energien -Standard" bereitgestellt, wie eine Sprecherin gegenüber bizz energy bekannt gab.

Anzeige*

Da die Mittel 2017 vollständig in ein Kreditprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien eingeflossen sind, rechnet die KfW den grünen Anleihen Einsparungen bei den Treibhausgasemissionen von rund 2,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten zu. Weitere gewünschte Effekte sind die Schaffung oder Sicherung von 81.000 Arbeitsplätzen, die Einsparung von Kohle-, Öl- und Gasimporten über eine viertel Milliarde Euro sowie die Vermeidung von Umwelt- und Gesundheitsschäden über 348 Millionen Euro. Die exakte Bilanzierung der umwelt- und sozialpolitischen Effekte ist für die KfW wichtig, um die entsprechenden Anleihen als Green Bonds etikettieren und vermarkten zu können.

Vor allem Windkraft wird finanziert

Das Kreditprogramm Erneuerbare Energien Standard ist das wichtigste umwelt- und klimapolitische Instrument der KfW. Dieses vergab 2017 Kredite über 4,1 Milliarden Euro, die wiederum zu 90 Prozent über Green Bonds refinanziert wurden. Die Kreditmittel des Programms flossen zu 86 Prozent in Windkraft-Projekte, zu zwölf Prozent in Sonnenenergie und zwei Prozent in Wasserkraft, Biogas und Biomasse sowie sonstige Technologien. 73 Prozent der Kredite finanzierten Investitionen in Deutschland, gefolgt von Frankreich (13 Prozent), Finnland (vier Prozent) und Norwegen (drei Prozent).

Frank Czichowski, Treasurer, beziehungsweise Finanzchef der KfW, sagte anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen: "Mit unserem Engagement im Green-Bond-Markt haben wir von Anfang an das Ziel verfolgt, langfristig zur Entstehung einer Infrastruktur zur Finanzierung von Klima- und Umweltschutzprojekten am Kapitalmarkt beizutragen."

Lesen Sie auch: Volumen für Green Bonds könnte sich 2018 verdoppeln

Thomas Bauer, Carsten Kloth
Keywords:
Green Finance | Green Bonds
Ressorts:
Finance

Neuen Kommentar schreiben

 

bizz energy Dezember 2017/Januar 2018

Die aktuelle Ausgabe gibt es ab sofort am Kiosk oder bei unserem Abonnentenservice unter (Mail:bizzenergy@pressup.de) sowie als E-Paper bei iKiosk oder Readly.

 
 

bizz energy Research

Welche Stellschrauben können Sie drehen, um Ihren Bestandswindpark zu optimieren?
Mithilfe des interaktiven Datentools von bizz energy Research sehen Sie die Effekte auf den Netto-Cashflow.


Link zum Cashflow-Rechner von bizz energy Research