Grüne Anleihen
04.08.2017

KfW stockt Kangaroo-Green-Bond auf

Foto: istockphotos/BWA_IMAGES

Öko-Anleihen der staatlichen Förderbank KfW sind bei internationalen Investoren begehrt – zumal diese in Australischen Dollar eine höhere Rendite bieten.

Die Förderbank KfW in Frankfurt hat ihren Kangaroo Green Bond um 200 Millionen Australische Dollar (136 Millionen Euro) aufgestockt. Er hat nun ein Volumen von 800 Millionen Dollar. Ähnlich wie bei der Erstplatzierung im April 2015 übernahmen australische Investoren 35 Prozent der Papiere. Der Bond hat nun noch eine Restlaufzeit bis Juli 2020 und ist mit einem Zinssatz (Kupon) von 2,4 Prozent ausgestattet.

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Als Kangaroo Bonds werden Anleihen ausländischer Unternehmen und Finanzinstitute bezeichnet, die auf dem australischen Aktienmarkt in australischer Währung ausgegeben werden. Attraktiv macht sie für Investoren, dass sie in Australischen Dollar eine höhere Rendite bieten.

Weitere Anleihe erwartet

Der erste grüne Kangaroo Bond der KfW war zugleich auch der größte seiner Art auf dem australischen Markt und ging zu 61 Prozent an Asset Manager, zu 22 Prozent an Zentralbanken und zu 18 Prozent an Banken. Wie die KfW mitteilte, habe man sich auf Nachfrage der Investoren zur Aufstockung der grünen Känguru-Anleihe entschieden.

Die Mittel aus dem Green Bond fließen nun in das KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Standard“. Wie die Bank in der Vorwoche mitteilte, hat sie aus diesem Programm im ersten Halbjahr Förderkredite über 2,2 Milliarden Euro vergeben, davon 85 Prozent für Windenergie- und 12 Prozent für Solarprojekte. Da diese Förderkredite ganz überwiegend über grüne Anleihen refinanziert werden, wird am Markt erwartet, dass die KfW in der zweiten Jahreshälfte 2017 mindestens eine weitere grüne Euroanleihe und eine Fremdwährungsanleihe platzieren wird.

Lesen Sie auch: KfW finanziert Erneuerbare mit Green Bonds über 2,2 Milliarden Euro

 

Thomas Bauer
Keywords:
KfW | Green Bond | Anleihen | Australien | Kangaroo Green Bond | erneuerbare Energien
Ressorts:
Finance

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