Erneuerbare Energien
20.12.2017

KfW-Tochter finanziert Windenergie in Argentinien

Foto: KfW / Bernhard Schurian
In anderen Ländern Lateinamerikas, wie beispielsweise Brasilien, ist die KfW-Bank schon länger aktiv.

Argentinien will bis 2025 ein Fünftel seines Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien decken. Das Förderprogramm Renovar kommt europäischen Windenergieanlagenherstellern gerade recht – die KfW Ipex-Bank steht mit Krediten bereit.

Die Exportfinanzierungstochter der staatlichen Förderbank KfW in Frankfurt engagiert sich als Kreditgeber europäisch-argentinischer Windenergieprojekt. Wie die KfW Ipex-Bank Mitte Dezember 2017 kurz hintereinander mitteilte, ist sie als Kreditgeber bei zwei Projekten mit dänischen Vestas- und deutschen Senvion-Windenergieanlagen dabei.

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Nach Aussagen von Thomas Brehler, Abteilungsleiter Energie und Umwelt bei der KfW Ipex-Bank, hat sich Argentinien zu einem Wachstumsmarkt für europäische Hersteller von Turbinen für Windenergieanlagen entwickelt. "Die Unterstützung von europäischen Exporten und Investoren bei Projekten im Bereich der umweltfreundlichen Energieerzeugung bildet den Kern unserer Strategie", so Brehler.

Windkraftanlagenhersteller Vestas profitiert

Die KfW Ipex, die sich vor Jahren aus einer deutschen zu einer europäischen Exportförderbank entwickelt hat, finanziert nun sieben Vestas V126-3.45 MW Windenergieanlagen für Parque Eólico del Sur, eine Tochter des US-amerikanischen Unternehmens Pan American Energy und des Co-Partners 3 GAL. Der Kredit in Höhe von 21,8 Millionen US Dollar dient zum Erwerb der sieben Anlagen und deckt darüber hinaus die Kosten für den Anschluss an das nationale Stromnetz. Mit an Bord ist auch der dänische Exportkreditversicherer EKF, der den Kredit zu 95 Prozent absichert. Der Windkraftanlagenhersteller Vestas wird die Anlagen in Florentino Ameghino in der Küstenprovinz Chubut errichten.

Parque Eólico del Sur hat im Zuge der ersten Bietungsrunde des Programms Renovar einen langfristigen Stromabnahmevertrag mit Cammesa (Compañía Administradora del Mercado Mayorista Eléctrico) geschlossen. Unter dem Renovar-Programm vergibt die argentinische Regierung langfristige Verträge zur Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien. Dies dient dem Ziel, bis zum Jahr 2025 ein Fünftel des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu speisen. Aktuell beträgt der Anteil zwei Prozent.

Weitere Anlagen sollen 2019 in Betrieb gehen

Darüber hinaus finanziert die KfW Ipex das Windenergieprojekt Vientos Los Hercules in der argentinischen Provinz Santa Cruz. Dieses soll ein derzeit im Bau befindliches 30-MW-Solarenergieprojekt und einen 50-MW-Windenergieprojekt von Total Eren in Argentinien ergänzen. Die Inbetriebnahme der deutschen Senvion Windenergieanlagen, die über eine Gesamtleistung von 97,2 MW verfügen und pro Jahr rund 400 Gigawattstunden Strom erzeugen sollen, ist für Anfang 2019 geplant. Die notwendigen Kredite werden von mehreren Seiten abgesichert: so von Euler Hermes, der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) und der niederländischen Entwicklungsbank Nederlandse Financierings-Maatschappij voor Ontwikkelingslanden (FMO).

Lesen Sie auch: KfW baut Green-Bond-Angebot 2018 aus

Thomas Bauer
Keywords:
Enererbare Energien | KfW | Windkraft
Ressorts:
Finance

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