Energiehandel
09.07.2012

Manipulationsverdacht gegen Investmentbank

Die US-Investmentbank JP Morgan sieht sich derzeit mit Untersuchungen durch mehrere Regulierungsbehörden konfrontiert – dabei geht es auch um eine mögliche Manipulation von US-Energiemärkten.

JP Morgan Chase muss derzeit kritische Fragen von mehreren Bundesregulierungsbehörden über sich ergehen lassen, berichtet die Washington Post am 7. Juli. Die Ermittlungen betreffen auch interne Dokumente wie E-Mails im Zusammenhang mit einem zwei Milliarden-Verlust von Anfang Mai, durch eine falsche Handelsstrategie und der angeblich gezielten Beeinflussung der Energiemärkte.

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Laut eines Berichts der Washington Post wird geprüft, ob JP Morgan die Energiemärkte in Kalifornien und in US-Bundesstaaten des Mittleren Westerns beeinflusst hat. Der Bundesrichter verlangt bis zum 13. Juli eine Erklärung der Bank, warum die Bundeskommission zur Energieregulierung (FERC) nicht alle angeforderten E-Mails einsehen darf. Die Regulierer wollen prüfen, ob JP Morgan „künstlich überhöhte Bezüge“ vom Großhandelsmarkt für Energie abgezogen hat, was die Energiepreise für Verbraucher nach oben getrieben habe.

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JP Morgan argumentiert, dass die zurückgehaltenen E-Mails unter die Regelung des Anwalt-Klientenschutzes fallen. Die Bank habe alle Gesetze sowie die Regelvorgabe der FERC eingehalten, sagt Jennifer Zuccarrelli, Sprecherin der Bank.

Niels Hendrik Petersen
Keywords:
Banken und Finanzinvestoren | Energiehandel
Ressorts:
Finance

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