Weltbank
13.07.2012

Milliardenteure Stromverbindung in Ostafrika

Die Weltbank genehmigt einen Kredit von über einer halben Milliarde Euro für eine Stromtrasse zwischen Kenia und Äthiopien. Dadurch sollen vor allem Energiearmut und CO2-Emissionen in Kenia gesenkt werden, sagen die Banker.

Die Weltbank vergibt einen Kredit in Höhe von 560 Millionen Euro, um eine grenzüberschreitende Stromverbindung zwischen den beiden ostafrikanischen Ländern Kenia und Äthiopien zu bauen. Insgesamt beliefen sich die Projektkosten auf 1.066 Millionen Euro, wie das Institut am gestrigen Donnerstag in Washington verkündete. Rund 200 Millionen Euro werden demnach an die Regierung in Äthiopien fließen, die Regierung in Kenia erhält 361 Millionen Euro.

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Die neue Stromverbindung werde die Grundlagen für den Stromsektor in Ostafrika entscheidend verändern, sagte Makhtar Diop, Vizepräsident für die Region Afrika bei der Weltbank. „Das Projekt wird mehr Menschen und Unternehmen einen Zugang zur Stromversorgung verschaffen, Energiekosten senken und dabei helfen, die CO2-Emissionen aus der Energieproduktion speziell in Kenia zu verringern – ein klarer Vorteil für die Umwelt in der Region.“ Die Äthiopier können zukünftig ihren überschüssigen Strom nach Kenia transportieren, wo hauptsächlich Öl und Gas zur Stromproduktion verfeuert werde. Kenia gehöre zu den afrikanischen Ländern mit der höchsten Stromknappheit. In Äthiopien gebe es dagegen mehrere Kraftwerke, weitere Wasserkraftwerke am Nil seien bereits in Planung.

Laut Weltbank werden 212 Millionen Menschen in insgesamt fünf ostafrikanischen Ländern künftig von der neuen Stromverbindung profitieren. Derzeit verfüge in Afrika durchschnittlich nur jeder Dritte über eine elektrische Versorgung.

Niels Hendrik Petersen
Keywords:
Banken und Finanzinvestoren | Energiepolitik | Projektfinanzierung
Ressorts:
Finance

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