Internationale Presseschau
04.11.2013

Mit Atomkraft gegen den Klimawandel

Michelle Muus
Klimaforscher James Hansen

Wissenschaftler fordern im Kampf gegen den Klimawandel mehr Offenheit gegenüber der Atomenergie. Die Erneuerbaren alleine können den schädlichen Ausstoß von Kohlendioxid nicht verhindern.

Vier hochrangige Wissenschaftler starteten am Wochenende einen Appell an Politiker und Umweltverbände weltweit, wie der Londoner Guardian berichtet. Wind- und Solarenergie reichten nicht aus, um den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu verringern und die Klimaerwärmung abzuwenden, schrieben die Forscher in einem Offenen Brief. Diese Energiequellen können nicht schnell genug wachsen, um die Menge an günstigen und zuverlässigen Strom zu liefern, die die Welt brauche. 

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Umweltaktivisten müssten deswegen auch die Entwicklung sicherer Atomkraftwerke unterstützen, um die Luftverschmutzung durch fossile Kraftwerke zu verhindern. Die Zeichner des Briefes waren James Hansen, früherer Top-Wissenschaftler der NASA, Ken Caldeira von der Carnegie Institution, Kerry Emanuel vom Massachusetts Institute of Technology und Tom Wigley von der University of Adelaide in Australien.

James Hansen hatte bereits 1988 vor dem US-Kongress vor den Gefahren des Klimawandels gewarnt. Heute glaubt er, dass sich Umweltaktivisten täuschen würden wenn sie meinten, im Kampf gegen den Klimawandel reichen die erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne.

Kritik an Äußerungen

Der Widerspruch ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Das Katastrophenrisiko sei nicht der einzige Nachteil der Atomenergie, warnte Frances Beinecke, Präsident des Natural Resources Defense Council. Die Lagerung und Sicherung des Atommülls seien weitere wichtige Aspekte. „Die Atomenergie ist kein Allheilmittel für unsere Klimaprobleme“, warnt Beinecke.

 

Redaktion
Keywords:
Atomenergie | Energiepolitik | Atomausstieg | Klimawandel | erneuerbare Energien
Ressorts:
Governance | Technology

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