Wasserstoff
09.01.2013

Neues Forschungsprojekt für Stromspeicher

Lutz Stallknecht, Pixelio.de
Windstrom könnte künftig als Gas gespeichert werden. Das Stromnetz würde dadurch entlastet.

Forscher des ZSW in Stuttgart wollen die Umwandlung von Strom in Wasserstoff oder Methan deutlich verbilligen. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt mit 3,3 Millionen Euro.

Eine neue Elektrolyse-Technik soll den Weg zu günstigeren Umwandlung von Strom in Wasserstoff oder Methan ebnen. In Fachkreisen wird das Verfahren auch Power to Gas (PtG) genannt. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) koordiniert die Entwicklungsarbeiten an einer 300-Kilowatt-Elektrolyse mit einem Zellstapel, dessen Leistung bei einer entsprechenden Vergrößerung auf mehr als ein Megawatt steigerbar sei. „Durch die technische Weiterentwicklung unseres Elektrolyse-Systems machen wir einen wesentlichen Schritt hin zu einer kostengünstigen Wasserstofferzeugung“, sagt Andreas Brinner, Elektrolyse-Experte am ZSW. 

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Das Bundesumweltministerium fördert das über drei Jahre laufende Projekt der alkalischen Druckelektrolyse mit insgesamt rund 3,3 Millionen Euro. Industriepartner des Projekts sind die Unternehmen Solarfuel und Enertrag. 

Gasnetz als Speicher

So funktioniert das Verfahren: Überschüssiger Ökostrom könnte künftig durch die Elektrolyse in Wasser- und Sauerstoff gespalten werden. Der Wasserstoff könnte dann bis zu einem Anteil von fünf Prozent in Erdgasnetz fließen. Da Deutschland über ein großes Gasnetz verfügt, bietet sich die Nutzung dieser Infrastruktur als Speicher an. Der gewonnene Wasserstoff lässt sich beispielsweise für den Betrieb von Brennstoffzellenfahrzeugen nutzen.

Ende Oktober 2012 nahm das ZSW bereits eine PtG-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 250 Kilowatt zur Wasserstoff- und Methanherstellung in Betrieb. Die Anlage in Stuttgart gilt als die weltweit Größte.

Niels Henrik Petersen
Keywords:
Elektrolyseur | Power to Gas | Wasserstoff | Enertrag | Solarfuel | ZSW
Ressorts:
Technology

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