Windenergie
20.01.2014

Prokon-Insolvenz: Ja oder nein?

Am heutigen Montag entscheidet sich das Schicksal des Windanlagenbauers. Sollten mehr als fünf Prozent der Genussrechtler ihr Geld abziehen, soll Insolvenz angemeldet werden, schrieb Prokon in einem Brief an die Anleger.

Prokon reagiert nicht mehr auf Presseanfragen, da es dem Unternehmen am Ende mehr geschadet als genutzt habe. Geschäftsführer Carsten Rodbertus veröffentlichte jedoch eine „allgemeine Antwort“, die sich vornehmlich mit der bisherigen Berichterstattung auseinandersetzt. Zu gegebener Zeit werde der Anlagenbauer – dann möglicherweise gemeinsam mit einem Insolvenzverwalter – an die Öffentlichkeit treten.

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Zwischenzeitlich hatte sich Prokon noch eines juristischen Winkelzugs bedient: Ende letzter Woche sei ein Insolvenzberater, der bereits mehrere namhafte Unternehmen begleitet habe, zu der Einschätzung gekommen, dass die gekündigten Genussrechte in einem Insolvenzverfahren möglicherweise nicht als fällige Forderungen zu bewerten wären, hieß es auf der Unternehmens-Webseite. Da laut Prokon auch seitens anderer Gläubiger, etwa Banken und Versicherungen, keine fälligen Forderungen bestünden, würde auch keine Insolvenz vorliegen. Es ist unklar, ob diese Auffassung gerichtlich anerkannt würde.

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Genauso unklar ist auch noch die Zukunft des Unternehmens, ob also die Insolvenz abgewendet werden kann. Auf seiner Internetseite veröffentlicht Prokon unternehmensrelevante Kennzahlen. Unter den beiden Punkten „zurückgezogene“ und „bestehende Kündigungen“ finden sich derzeit keine Zahlen.

Daniel Zugehör
Keywords:
Prokon | Insolvenz | Windenergie
Ressorts:
Finance | Markets

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