Kapitalmarkt
22.01.2014

Prokon ist pleite

Der Windparkfinanzierer Prokon hat am Mittwoch Insolvenz angemeldet. Trotz des dramatischen Appells der Geschäftsführung hat offenbar nur knapp über die Hälfte der Anleger dem Unternehmen die Treue gehalten.

Prokon ist zahlungsunfähig, den Eignern der in Milliardenhöhe ausgegeben Genussscheine drohen nun herbe Verluste. Am Mittwoch meldete das Unternehmen beim Amtsgericht Itzehoe Insolvenz an. Insolvenzverwalter soll nach Beginn des Verfahrens der Hamburger Rechtsanwalt Dietmar Penzlin werden. Bis jedoch dem Antrag vor Gericht stattgegeben wird, könnten laut Unternehmen noch einige Monate vergehen. Der Betrieb soll zunächst unvermindert weitergehen. „Wir sind nach wie vor operativ gut aufgestellt und zuversichtlich, dass wir die aktuellen Schwierigkeiten überstehen werden“, teilte die Firma auf ihrer Internetseite mit. 

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Am Montag war ein an die Anleger gestelltes Ultimatum verstrichen. Diese sollten dem Unternehmen zusichern, ihr Geld in den kommenden Monaten nicht abzuziehen. Nach eigenen Angaben hätte Prokon bis einschließlich Oktober mindestens 95 Prozent des eingezahlten Kapitals benötigt, um eine Insolvenz zu verhindern. Insgesamt 1,4 Milliarden Euro haben Anleger über Genussscheine in den Erneuerbaren-Finanzierer investiert. Die erhoffte Treueerklärung beim Ultimatum hatten laut Spiegel Online aber lediglich 52 Prozent der Anleger abgegeben. 

Daniel Seeger
Keywords:
Prokon | Windenergie
Ressorts:
Markets

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