Elektromobilität
05.09.2017

Streetscooter in neuer Förderrunde des Bundes

Foto: Streetscooter
Das Streetscooter-Modell "Work"

Ein Gewinner des Diesel-Gipfels von Anfang August ist voraussichtlich der E-Nutzfahrzeughersteller Streetscooter. Das Bundesumweltministerium stockt ein Förderprogramm für Elektro-Lieferwagen in Städten auf.

Das Aachener Mobilitäts-Start-up Streetscooter profitiert von der Debatte um Diesel-Schadstoffe in den Städten. Am Donnerstag wird Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Berlin darlegen, wie ihr Haus das bestehende Förderprogramm „CO2-freie Zustellung“ in Kommunen mit hoher Luftbelastung ausweiten wird. Klar ist bereits: Wie schon in der ersten Runde wird Streetscooter eine zentrale Rolle spielen.

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Bislang hat das Tochterunternehmen der Deutschen Post DHL im Rahmen des Förderprogramms rund 1000 Elektrotransporter auf die Straße gebracht, die im Paketzustelldienst der Post fahren. Der Bund hatte das Programm „CO2-freie Zustellung“ mit 9,5 Millionen Euro gefördert. (Lesen Sie auch: "Die Autobauer sind sich zu fein für einfache E-Lösungen")

Mehr Streetscooter-Fahrzeuge

Nun steht aller Wahrscheinlichkeit nach eine Vergrößerung der Streetscooter-Flotte an: Beim Verkündungstermin am Donnerstag wird Deutsche-Post-Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes neben der Bundesumweltministerin stehen und drei Streetscooter-Modelle präsentieren, wie aus einer Ankündigung des Ministeriums hervorgeht.

Die Aufstockung des Förderprogramms beruhe auf Beschlüssen des „Nationalen Forums Diesel“, heißt es darin weiter. Bei diesem als Diesel-Gipfel bekannt gewordenen Treffen zwischen Mitgliedern des Bundeskabinetts und Spitzenvertretern der Autoindustrie Anfang August war unter anderem über die Umstellung von Lieferwagen, Bussen und Taxis auf emissionsfreie Antriebe gesprochen worden. (Lesen Sie auch: Starke Nachfrage nach Elektrobussen, aber kaum Angebot aus Deutschland)

Allianz mit Autokonzern Ford

Streetscooter plant, seine Produktion in diesem Jahr deutlich zu steigern: Wichtigster Kunde ist bisher die Muttergesellschaft Deutsche Post DHL. Der Hersteller bietet seine E-Transporter aber auch Dritten an. So werden Streetscooter-Fahrzeuge bei dem Fischverarbeiter Deutsche See eingesetzt, testweise von den Stadtwerken Halle bei der Innenstadtreinigung sowie von dem Energieversorger EnBW als Monteursfahrzeuge.

Jüngst hat sich das an der RWTH Aachen gegründete Unternehmen mit dem Autokonzern Ford verbündet: Die gemeinsam produzierte Variante "StreetScooter WORK XL" basiert auf dem Fahrgestell des Ford Transit. Streetscooter und Ford wollen bis Ende 2018 rund 2.500 Fahrzeuge des neuen und bislang größten E-Transporter-Modells fertigen.

Christian Schaudwet
Keywords:
Elektromobilität | Streetscooter | Deutsche Post DHL | Deutsche See | EnBW | Barbara Hendricks
Ressorts:
Governance | Markets

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