Atomausstieg
15.10.2014

Vattenfall verklagt den Bund auf 4,7 Milliarden Euro

Für die Stilllegung seiner Kernkraftwerke fordert der schwedische Energiekonzern eine weitaus höhere Entschädigung von Deutschland als bisher angenommen.

Der Vattenfall-Konzern hat die Bundesregierung vor einem internationalen Schiedsgericht für Investitionsstreitigkeiten (ICSID) in Washington verklagt, das zur Weltbank gehört. 

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4,7 Milliarden Euro verlangt Vattenfall für die Stilllegung seiner Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel im Zuge des von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstiegs 2011. Medienberichten zufolge hatte der schwedische Versorger Ende 2012 noch 3,5 Milliarden Euro von Deutschland gefordert.

Der Bund habe damit Vermögenswerte vernichtet, heißt es seitens Vattenfall. Der Ausgang des Verfahrens ist offen.

Als schwedischer Konzern kann sich Vattenfall auf den internationalen Energiecharta-Vertrag berufen, der die Eigentumsrechte ausländischer Investoren in den Unterzeichner-Ländern wahrt.

Daniel Zugehör
Keywords:
Vattenfall | Atom | Atomausstieg | Bund | Bundesregierung | Schiedsgericht | Klage | Entschädigung
Ressorts:
Finance | Governance

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