Brasilien
29.05.2012

Veto gegen Waldrodung

pixelio, TiM Caspary
Bis 2020 möchte die Regierung die Abholzung um 80 Prozent senken.

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff stoppt umstrittenes Waldgesetz. Mit ihrem Teilveto sollen in der Novelle Wald- und Klimaschutz gestärkt werden – gegen den Einfluss der Agrarlobby.

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff legt ihr Veto in 12 Punkten der umstrittenen Waldgesetznovelle ein. Mit ihren Änderungen an der Gesetzesnovelle, die der Senat und die Abgeordnetenkammer bereits verabschiedet hatten, möchte sie der zunehmenden Waldzerstörung etwa durch illegale Rodungen entgegenwirken. Die Intervention der Präsidentin wurde nun von Brasiliens Umweltministerin Izabella Teixeira und Agrarminister Mendes Ribeiro Filho bekannt gegeben.

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Zuvor hatten Nichtregierungsorganisationen mit zwei Millionen Unterschriften bei der Präsidentin um ein Veto gegen die Novelle geworben. Diese sei vor allem unter dem einfluss der Agrarlobby verfasst worden und werde bei den NGOs als ein „Freibrief für Abholzungen“ verstanden. Das nun erfolgte kann nur durch Mehrheiten in beiden Kongresshäusern wieder Rückgängig gemacht werden.

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Bis 2020 möchte die Regierung in Brasilia die Abholzung der Regenwälder um 80 Prozent senken. In rund vier Wochen findet in Brasilien der UN-Gipfel „Rio+20" statt, bei dem es unter anderem um den Schutz der Regenwälder geht. Die Abholzung der Tropenwälder wird in Brasilien für fast zwei Drittel der klimaschädlichen CO2-Emissionen verantwortlich gemacht.

Daniel Seeger
Keywords:
Energiepolitik | CO2 | Klimawandel
Ressorts:
Governance

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