Klimaschutz
28.06.2016

Vor Nordamerika-Gipfel: Verschärfung der Klimaziele angekündigt

Foto: Wikipedia/Peter Souza
Justin Trudeau, Barack Obama und Enrique Pena Nieto wollen die Klimaziele verschärfen.

Barack Obama, Justin Trudeau und Enrique Peña Nieto wollen bis 2025 den Energiebedarf der USA, Kanadas und Mexikos zur Hälfte aus emissionsarmen Quellen decken.

 

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US-Präsident Barack Obama, Kanadas Staatschef Justin Trudeau und der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto setzten dabei auf Wasserkraft, Wind- und Solarstrom, Kernkraft sowie Methoden zur Speicherung von CO2 und mehr Energieeffizienz. Das wurde im Vorfeld des für morgen in Kanadas Hauptstadt Ottawa geplanten „Three Amgios“-Gipfel bekannt.

„Das ist für alle drei Staaten ein ehrgeiziges Ziel, aber mit Blick auf den gesamten Kontinent durchaus erreichbar“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Obama-Berater Brian Deese im Vorfeld des Treffens. 
Außerdem wollen die Staatschefs den Beitritt Mexikos zu einem bereits bestehenden Abkommen zwischen den USA und Kanada zur Reduzierung des Methanausstoßes verkünden.

Aktuell stammen in den drei Ländern insgesamt 37 Prozent des Energiebedarfs aus emissionsarmen Anlagen. In den USA macht der Anteil ein Drittel aus, in Mexiko liegt er derzeit noch unter 20 Prozent. Nach Angaben des Weißen Hauses hätten Mexikos Staatsbeamte das Ziel jedoch bereits auf 35 Prozent bis 2024 angehoben.

Kanada ist den beiden Nachbarstaaten um einiges voraus. Das Land der Berge und Bären produziert 81 Prozent seines Stroms aus Wasserkraft, Wind, Sonne und Kernkraft, berichten kanadische Medien.

 

Obamas Klimaschutzpläne stoßen auf Widerstand

Für die neuen Ziele müssten die USA den größten Anteil leisten. Drei Viertel des Energieverbrauchs in den drei Ländern entfallen derzeit auf die US-Bundesstaaten. Während seiner zweiten Amtszeit hatte US-Präsident Obama die Klimapolitik zu einem seiner wichtigsten Themen erklärt. Dabei stößt er allerdings auf heftigen Widerstand. Nach dem Clean Power Plan sollte der Ausstoß von Klimagasen bis 2030 im Vergleich zu 2005 um ein Drittel gesenkt werden. Die Anordnung zur Senkung der CO2-Emssionen hatte Obama 2015 über die US-Umweltbehörde EPA erlassen. Der Supreme Court hat das Hauptinstrument zur Eindämmung der Emissionen amerikanischer Kohlekraftwerke allerdings Anfang des Jahres ausgebremst. Zur Begründung hieß es: Zunächst müssten mehrere laufende Klagen gegen dieses Vorhaben auf ihre Rechtmäßigkeit hin überprüft werden.

Das Weiße Haus zeigt sich im Vorfeld des Nordamerika-Gipfels dennoch zuversichtlich. Der Clean Power Plan werde vor dem Obersten Gericht bestehen, glaubt Obama-Berater Deese. Mit dessen Gesetzen sowie der Förderung von Grünstromanlagen werde Nordamerika die neuen Klimaziele erreichen. 
Auf dem morgigen Gipfel wollen die drei Staatschefs laut Deese auch neue Instrumente vorstellen, mit denen der Ausbau emissionsarmer Erzeugungsanlagen leichter und günstiger werden solle.

 

Jana Kugoth
Keywords:
Klimaschutz | Kanada | USA | Mexiko | Emissionen | Kernkraft | Solar | Wind | Wasserkraft | Energieeffizienz
Ressorts:
Governance

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