Studie
09.11.2015

Weltbank: Klimawandel verschärft Armutsrisiken

foto: flickr/Aasif Iqbal J

Bis zu 100 Millionen Menschen sind laut neuer Studie von Wetterextremen wie Dürre und steigenden Lebensmittelpreisen bedroht.

 

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Der Klimawandel könnte bis 2030 bis zu 100 Millionen Menschen in Armut stürzen. Das geht aus einer am Sonntag veröffentlichten Studie der Weltbank hervor. Schon heute sind demnach viele der am Existenzminimum lebenden Menschen von extremen Wetterbedingungen wie Dürren bedroht ­– vor allem in Afrika und Süd-Asien.

Die Weltbank hat in der Studie mit dem Titel „Shock Waves: Managing the Impacts of Climate Change on Poverty“ Daten aus 52 Ländern ausgewertet, in denen mehr als 85 Prozent der Menschen in Armut leben.

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Demzufolge bergen die fallenden Erträge aus der Landwirtschaft das größte Armutsrisiko. Bis 2030 könnten die Ackerflächen weltweit um ein Drittel schrumpfen und Krankheiten sich schneller ausbreiten. Das ließe die Lebensmittelpreise in den kommenden 15 Jahren um 12 Prozent steigen, was „einen sehr harten Schlag für die Region“ bedeuten würde.

Drei Wochen vor Beginn des Pariser Klimagipfels drängt die Weltbank deshalb die Staaten zu Zusagen bei der Klimafinanzierung. Insbesondere Investitionen in die Infrastruktur und Energieversorgung seien für die klimaschädlichen Treibhausgase von Bedeutung, heißt es in dem Bericht.  „Wir verfügen noch über den Handlungsspielraum mit weisen politischen Entscheidungen die Armutsrisiken in Folge des Klimawandels zu begrenzen“, sagt Weltbank-Ökonom und Studienautor Stephane Hallegatte.

Die Studie finden Sie hier. 

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum UN-Klimagipfel? Dann schreiben Sie uns unter: klimagipfel@bizzenergytoday.com oder per Twitter @bizzenergytoday.

Jana Kugoth
Keywords:
Klimawandelfolgen | Klimawandel | Studie | Weltbank | Dürre | Lebensmittelpreise | Ackerflächen | Landwirtschaft | Pariser Klimagipfel
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