04.04.2013

Ökonom Stern warnt vor Klimawandel

Ex-Weltbankchefökonom Nicolas Stern schlägt Alarm: Es gebe eine große Wahrscheinlichkeit, dass die Erde sich nicht um zwei, sondern um fünf Grad erwärme. Einen solchen Temperaturanstieg habe es seit 30 Millionen Jahren nicht mehr gegeben.

Der frühere Chefökonom der Weltbank, Nicholas Stern, hat vor einer drastischeren Klimaerwärmung gewarnt als bislang angenommen. Ohne eine schnelle Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen liege die Wahrscheinlichkeit für einen Temperaturanstieg von fünf Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit binnen eines Jahrhunderts bei 50 Prozent, sagte Stern vor dem Internationalen Währungsfonds in Washington. Eine derartige Erwärmung habe es seit 30 Millionen Jahren nicht gegeben. 

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Der Ökonom Stern hatte bereits 2006 in einer vielbeachteten Studie, dem „Stern-Report“, auf die Gefahren des Klimawandels hingewiesen. Der 650-Seiten starke Bericht untersuchte die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels. Gegenüber seiner eigenen Prognose hätten die C02-Emissionen und die Effekte der Erderwärmung aber stärker zugenommen, warnte Stern nun. Selbst wenn die Staatengemeinschaft die Versprechen der Klimakonferenz von 2010 umsetze, sei die Welt auf dem Weg zu einer Erwärmung um vier Grad.

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Stern, heute Professor an der London School of Economics, appellierte an die Politik, ihre Anstrengungen gegen den Klimawandel deutlich zu erhöhen. Er hoffe auch, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der Bundestagswahl im September wieder mehr Initiative beim Klimaschutz zeige, so Stern.

Redaktion
Keywords:
Nicholas Stern | Weltbank | IWF | Stern-Report | Klimawandel | CO2
Ressorts:
Governance

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