EEG Umlage
15.11.2013

Ökostrom-Umlage könnte auf fast 7 Cent steigen

Die Umlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien könnte nach Prognose der Übertragungsnetzbetreiber 2015 auf annähernd sieben Cent pro Kilowattstunde ansteigen. Damit hätte sie sich innerhalb von drei Jahren fast verdoppelt. CDU und SPD dürften diese Zahlen alarmieren.

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben heute ihre erste Schätzung zur Ökostrom-Umlage nach Erneuerbar-Energien-Gesetz (EEG) für das Jahr 2015 vorgelegt. Die Bandbreite liegt zwischen 5,85 und 6,86 Cent pro Kilowattstunde. Ab Januar wird die Umlage um rund ein Cent auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde steigen. 

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Die neue Schätzung der Netzbetreiber erhöht den Druck auf CDU und SPD. Eine Reform steht für beide Parteien bei ihren aktuellen Koalitionsverhandlungen ganz oben auf der Agenda.

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Zusätzlich zur Umlage-Prognose gaben die Netzbetreiber auch ihren Ausblick zur Einspeisung der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren ab. Im Jahr 2018 erwarten Tennet, Amprion und Co 111 Gigawatt an installierter Leistung bei den Erneuerbaren, davon 53 Gigawatt in Solaranlagen, 50 Gigawatt in Windparks. Über das Jahr gerechnet werden die Erneuerbaren dann über 200 Terawattstunden Strom erzeugen, 70 Prozent mehr als im Jahr 2012.

Mit einer festen Vergütung nach EEG  rechnen die Netzbetreiber für rund ein Viertel des erzeugten Ökostroms, das sind über 51 Terawattstunden. Die Kosten dafür schätzen sie dabei im Jahr 2018 auf 12,1 Milliarden Euro, das wären über 20 Prozent weniger als noch 2012. Anlagen, die ihren Strom direkt vermarkten, erhalten wiederum eine Marktprämie. Diese werden geschätzte 140 Terawattstunden erzeugen, was die Prämie auf 14,6 Milliarden Euro summiert. Im Jahr 2012 lagen die Kosten dafür noch bei 3,7 Milliarden Euro.

 
Daniel Seeger
Keywords:
EEG-Umlage | Erneuerbare-Energien-Gesetz | Netzbetreiber | Energiepolitik
Ressorts:
Governance

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