BIZZ-Exklusiv
25.03.2014

„2014 kann ein gutes Jahr für die Wärmewende werden“

Gasag
Stefan Grützmacher, Vorstandsvorsitzender der Gasag Berliner Gaswerke

Wenn über die Energiewende diskutiert wird, geht es meist um die Stromversorgung. Dabei bietet der Wärmebereich einen viel größeren Hebel für Klimaschutz und Energieeffizienz. Stefan Grützmacher, Vorstandsvorsitzender der Gasag Berliner Gaswerke, beschreibt in seinem Gastbeitrag, wie sich diese Erkenntnis langsam ausbreitet.

Wenn die Energiewende kommt, dann nur über die Wärme: 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland entfallen auf den Wärmemarkt. In Berlin sind es bei der Endenergie sogar 50 Prozent! Von den circa 18,1 Millionen Wohngebäuden in Deutschland sind rund zwei Drittel energetisch sanierungsbedürftig, die jährliche Sanierungsrate liegt aber nur bei einem Prozent. In den Heizungskellern sieht es noch schlimmer aus: Rund 75 Prozent der Heizungsanlagen in diesem Gebäudebestand sind nicht auf dem Stand der Technik.

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Gerade der Wärmesektor bietet also, zumal in urbanen Ballungsräumen, ein riesiges Potenzial, um sehr günstig CO2 zu mindern und zusätzlich durch Brennstoffwechsel, etwa von Heizöl zu Gas, Energiekosten zu senken. Statt uns also weiter ausschließlich am Strom abzuarbeiten, sollten wir die Potenziale des Wärmemarktes endlich heben. Diese Erkenntnis breitet sich langsam aus. Deshalb kann 2014 ein gutes Jahr für die Wärmewende werden. Eine vergleichsweise kostengünstige Anreizpolitik durch die Bundesregierung würde diese Entwicklung massiv beschleunigen.

Stefan Grützmacher
Keywords:
Stefan Grützmacher | BIZZ-Exklusiv | Gasag | Wärmewende | Wärmemarkt
Ressorts:
Governance | Community

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