Frage des Monats: Februar
07.02.2013

„Der Markt ist noch nicht reif“

BSH Bosch und Siemens Hausgeräte
Claudia Häpp, Project lead Smart Home bei BSH.

Kommunizierende Haushaltsgeräte und App-gesteuerte Waschmaschinen: Steht das Smart Home vor dem Durchbruch? Nein, erstmal nicht, sagt Claudia Häpp, Projektleiterin Smart Home bei BSH Bosch und Siemens Hausgeräte.

„Smart-Grid-fähige Technologien in Hausgeräten bieten wir derzeit bewusst nicht an, weil der Markt noch nicht reif ist. Auf dem Weg zu Smart Grid besteht weiterhin Handlungsbedarf. Fehlende Tarifmodelle bei den Energieversorgern und die bisher mangelnde Koordination einheitlicher Schnittstellen für eine sparsame und effiziente Energienutzung verzögern die Durchsetzung bei den Hausgeräten. Vor 2015 wird sich beim Thema Smart Grid in der Breite nichts tun. Die Energieeffizienz der Hausgeräte ist für uns nach wie vor der wesentlich größere Hebel für eine echte Ressourcen-Einsparung. Vernetzte Hausgeräte sind für die BSH ein Servicethema. 

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Connectivity ist die Basistechnologie  die Ausstattung der Geräte mit einer Datenschnittstelle, die die Vernetzung innerhalb des Hauses und nach außen möglich macht. Hier geht es nicht darum, ein Hausgerät von unterwegs per Smart Phone oder Tablet an- und auszuschalten. Es steht nicht das technisch Machbare im Vordergrund sondern ganzheitliche Lösungen, die sich am Kundennutzen orientieren. Ich könnte mir vorstellen, dass das Thema „Vernetzung" und „Smartes Haus" schneller voranschreitet als die Entwicklung im Bereich Smart Grid.“

Info: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte sind mit einem Umsatz von rund 9,7 Milliarden Euro im Jahr 2011 und über 45.000 Mitarbeitern ein weltweit führendes Unternehmen der Hausgeräte-Branche.

Lesen Sie zu dem Thema auch den Beitrag von Professor Martin Braun von der Universität Kassel.

 

Niels Hendrik Petersen
Keywords:
BSH | Smart Home | Claudia Häpp | BIZZ-Exklusiv
Ressorts:
Technology | Markets

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