BIZZ-Exklusiv
26.06.2014

„Einheitliche Stromnetzentgelte wären ein Segen“

BNE
Robert Busch, Geschäftsführer Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE)

Brauchen wir einheitliche Netzentgelte? So lautete im Juni die Frage des Monats von BIZZ energy today. Für Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft, wären sie ein Segen. Über 900 Preisblätter zu berücksichtigen sei aufwendig und schade dem Wettbewerb.

Für bundesweit aktive Stromvertriebe wären einheitliche Stromnetzentgelte ein Segen. Aktuell müssen die Unternehmen die Preisblätter von über 900 Netzbetreibern in Deutschland auswerten und in ihrer Tarifkalkulation berücksichtigen. Das ist ein erheblicher Aufwand, der einem effizienten Wettbewerb auf dem Strommarkt schadet.

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Die Betreiber stellen bisher nicht einmal ein elektronisches Preisblatt zur Verfügung, wie es die Bundesnetzagentur schon lange fordert. Dadurch würde Lieferanten der Zugriff auf die Preisdaten erheblich vereinfacht. Die Lieferanten haben ohnehin schon mit der Tatsache zu kämpfen, dass viele Netzbetreiber ihre Entgelte verspätet veröffentlichen oder nach dem 15. Oktober eines Jahres noch einmal verändern.

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Nötig sind daher auch Regeln für eine fristgerechte und verbindliche Veröffentlichung der Entgelte. Wichtig ist, dass die mittels der Anreizregulierung festgelegten Effizienzanreize für die Netzbetreiber erhalten bleiben, damit die Kosten sich in einem vertretbaren Rahmen bewegen. Schon heute machen die Netzentgelte rund 20 Prozent des Strompreises aus – in etwa so viel wie die EEG-Umlage.

Robert Busch
Keywords:
Netzentgelte | Strom | Strommarkt | Netz | BNE | Bundesnetzagentur
Ressorts:
Governance | Markets

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