Frage des Monats
19.04.2013

„Förderung von Erneuerbaren muss kosteneffizient sein“

Foto: IW Köln

Ist das EEG für die Energiewende noch notwendig? Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, fordert, das EEG durch ein Quotenmodell zu ersetzen.

„Die Erneuerung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist dringlich. Das EEG hat seine Verdienste, ohne Zweifel: Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist weit fortgeschritten und ebnet den Weg zur Energiewende. Doch dieser Erfolg läutet zugleich das Ende des EEG ein. Denn was für die Mobilisierung eines neuen Marktes sinnvoll war, verliert seine Funktion, wenn – wie hier – über 20 Prozent der Energieproduktion aus dieser Quelle kommen. Der Marktwert des so produzierten Stroms wird im laufenden Jahr bei 2,6 Milliarden Euro liegen, die dafür notwendige Subvention (EEG-Umlage) bei rund 18,5 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Vergütungssätze des EEG sind durch die Verlagerung der Investitionen zur teuren Photovoltaik, Biomasse sowie Offshore-Windkraft angestiegen. Künftig muss die Förderung erneuerbarer Energien kosteneffizient, technologieneutral und europatauglich sein. Das spricht für ein Quotenmodell, die mittlerweile im Ausland gemachten Erfahrungen geben Hinweise für die Gestaltung. Zudem sollte die Abfinanzierung der EEG-Umlage aus allgemeinen Steuermitteln (Energie-Soli) erfolgen, um die Kosten budgetwirksam transparent zu machen.“

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Michael Hüther ist Direktor Institut der deutschen Wirtschaft Köln

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Karsten Wiedemann
Keywords:
EEG | BIZZ-Exklusiv | Erneuerbare-Energien-Gesetz | Solarenergie | Windenergie
Ressorts:
Governance

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