BIZZ-Exklusiv
23.04.2014

„Mehr Wind und Sonne – weniger Gazprom“

Bündnis90/Die Grünen; Titelbild: depositphotos
Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag

Wie können wir unsere Abhängigkeit vom russischen Erdgas reduzieren? So lautet die aktuelle Frage des Monats von BIZZ energy today. Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, setzt auf einen Innovationskurs der Wirtschaft bei den Erneuerbaren.

Jährlich importiert Deutschland für etwa 100 Milliarden Euro fossile Energieträger, ungefähr ein Drittel davon aus Russland. Wir sind abhängig von diesen Einfuhren. Das beschränkt unsere Souveränität und politische Handlungsfähigkeit. Wir erleben das aktuell in der Frage zu Sanktionen gegen die Putin-Regierung.

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Wir müssen die Energieversorgung stärker auf eigene Beine stellen. Sonne, Wasser und Wind sind einheimische Energiequellen. Nicht nur Klimaschutz benötigt die Energiewende, auch die politische Handlungsfähigkeit. Mehr Wind und Sonne – weniger Gazprom. Dafür brauchen wir ehrgeizige Energie- und Klimaziele. Und die erfordern eine beherzte Weiterführung der Energiewende.

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Die derzeit diskutierte Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes lässt jedoch ambitionierte Ziele vermissen. Die klassische Industrie darf nicht länger gegen Klimaschutz und Energiewende ausgespielt werden. Wir können mit der Nutzung erneuerbarer Energien die Wirtschaft auf Innovationskurs bringen und weltweit Marktführer werden. Und wir könnten mehr Unabhängigkeit von Rohstoffimporten gewinnen, auch aus Russland.

 
Daniel Seeger
Keywords:
Anton Hofreiter | Russland | Ukraine | EU | Erdgas | erneuerbare Energien
Ressorts:
Governance | Community

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