Frage des Monats
15.10.2015

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“

foto: PR
Wolfgang Irrek

„Müssen die Atomrückstellungen in öffentliche Hand?", lautet im Oktober die Frage des Monats von BIZZ energy today. Prominente Energieexperten haben geantwortet.
Lesen Sie hier die Antwort von Wolfgang Irrek, Prof. für Energiedienstleistungen an der Hochschule Ruhr West.

 

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Die großen Energiekonzerne haben Milliarden mit der Atomkraft verdient. Sie produzieren immer noch Jahrtausende strahlenden, hoch radioaktiven Müll, für dessen langfristige Sicherung es bislang kein Konzept gibt. Auch wenn es die Atomkraftwerke ohne staatliche Subventionen und faktische Haftungsbeschränkungen nicht gegeben hätte: Die Konzerne müssen als Verursacher und Profiteure für die Finanzierung des dicken Endes der Atomkraft verantwortlich bleiben. Noch verfügen sie über genügend finanzielle Mittel, Anlagen und Beteiligungen im Netz- und Vertriebsbereich, die zur Finanzierung verwendet werden können. Doch ihre Zukunft ist unsicher. Daher kommt es jetzt darauf an, Vermögenswerte in ausreichendem Umfang zeitnah in einen öffentlich-rechtlichen Fonds zu überführen. Der Fonds sorgt dafür, dass die von den Stromkund/innen bereits bezahlten Mittel für ihren eigentlichen Zweck zur Verfügung stehen. Und wenn es zu Kostensteigerungen kommt, sorgen Garantien und Nachschusspflichten dafür, dass die Konzerne verantwortlich bleiben. Nur so kann das finanzielle Risiko für zukünftige Generationen von Steuerzahler/innen minimiert werden.

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Wolfgang Irrek
Keywords:
Frage des Monats | Atomrückstellungen | Kernenergie | Suvbentionen | Hochschule Rhr West
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