_BIZZ energy today | Herr Javadi, steigern Sie jetzt den iranischen Gasexport?

_Roknoddin Javadi |  Ja. Wir rechnen im kommenden Jahr mit rund 15 Milliarden Kubikmetern Gas für den Export, das sind 50 Prozent mehr als noch 2014. Abnehmer sind die Türkei, Armenien und Aserbaidschan.

_Ist das eine direkte Folge davon, dass die Wirtschaftssanktionen des Westens gegen den Iran gelockert werden?

Das ist richtig. Erdgas war zwar im Gegensatz zu Erdöl nicht direkt von diesen Sanktionen betroffen, durfte also weiter gehandelt werden. Aber Irans Banken fielen unter die Sanktionen, daher war der Gashandel mit anderen Ländern enorm erschwert.

_Setzen Sie künftig auch auf Liquefied Natural Gas (LNG)?

Wir nehmen jetzt den Bau eines LNG-Terminals am Persischen Golf wieder auf, den wir in Folge der Sanktionen gestoppt hatten. Die Kapazität dieses Terminals reicht für zehn Milliarden Kubikmeter LNG. In den kommenden fünf Jahren wollen wir weitere LNG-Infrastruktur aufbauen, insgesamt für 30 Milliarden Kubikmeter.

Der starke Mann des iranischen Energiesektors: Roknoddin Javadi. (fotos: flickr/Christopher Lance; Mohammed Ghadamali)