Forschung
21.03.2016

18 Millionen Euro für mittelständische Energieforschung

Wirtschaftsministerium unterstützt über drei Jahre Gemeinschaftsprojekte.

Mehr Geld für die Energiewendeforschung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU): Das Bundeswirtschaftsministerium stellt einen neuen Fördertopf für Forschungsvorhaben in Höhe von 18 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld wird im Rahmen der sogenannten Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vergeben, bei der sich kleine und mittlere Unternehmen zusammenschließen, um Forschungsfragen gemeinsam zu beantworten und neue Lösungen zu entwickeln. Das Budget wird zusätzlich zur bestehenden IGF-Förderung bereitgestellt.

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Das Geld ist in den kommenden drei Jahren speziell für Projekte vorgesehen, die sich mit der Energiewende beschäftigen. Dabei kommen fast alle Bereiche der Energiewendeforschung in Frage. Auf einer Info-Veranstaltung im Bundeswirtschaftsministerium hieß es, besonderes Interesse bestehe an Projektvorschlägen zur Sektorkopplung und zur Digitalisierung der Energiewelt. Mit Sektorkopplung ist zum Beispiel die Verknüpfung von Strom- und Wärmemarkt gemeint.
 
Wie üblich müssen die Projekte bei der Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) eingereicht werden, allerdings werden sie zunächst auf ihre Relevanz für die Energiewende geprüft, um auf den Sondertopf zugreifen zu können. Ein Beispiel für die IGF im Energiebereich: Das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik der Technischen Universität Dresden gewann voriges Jahr einen AiF-Preis für die Entwicklung von sensorischen Fäden, die in Rotorblätter von Windkraftanlagen eingearbeitet werden können. Sie messen den Verschleiß, Materialermüdung kann so frühzeitig bemerkt werden. Zudem können sie schon in der Produktion dabei helfen, den Materialaufwand zu reduzieren.
 
Interessenten müssen sich beeilen, wenn sie für die erste Vergabe von Forsc

ehr Geld für die Energiewendeforschung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU): Das Bundeswirtschaftsministerium stellt einen neuen Fördertopf für Forschungsvorhaben in Höhe von 18 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld wird im Rahmen der sogenannten Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vergeben, bei der sich kleine und mittlere Unternehmen zusammenschließen, um Forschungsfragen gemeinsam zu beantworten und neue Lösungen zu entwickeln. Das Budget wird zusätzlich zur bestehenden IGF-Förderung bereitgestellt.

Das Geld ist in den kommenden drei Jahren speziell für Projekte vorgesehen, die sich mit der Energiewende beschäftigen. Dabei kommen fast alle Bereiche der Energiewendeforschung in Frage. Auf einer Info-Veranstaltung im Bundeswirtschaftsministerium hieß es, besonderes Interesse bestehe an Projektvorschlägen zur Sektorkopplung und zur Digitalisierung der Energiewelt. Mit Sektorkopplung ist zum Beispiel die Verknüpfung von Strom- und Wärmemarkt gemeint.
 
Wie üblich müssen die Projekte bei der Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) eingereicht werden, allerdings werden sie zunächst auf ihre Relevanz für die Energiewende geprüft, um auf den Sondertopf zugreifen zu können. Ein Beispiel für die IGF im Energiebereich: Das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik der Technischen Universität Dresden gewann voriges Jahr einen AiF-Preis für die Entwicklung von sensorischen Fäden, die in Rotorblätter von Windkraftanlagen eingearbeitet werden können. Sie messen den Verschleiß, Materialermüdung kann so frühzeitig bemerkt werden. Zudem können sie schon in der Produktion dabei helfen, den Materialaufwand zu reduzieren.
 
Interessenten müssen sich beeilen, wenn sie für die erste Vergabe von Forschungsgeldern noch in Frage kommen möchten: Anträge müssen bis Ende April eingereicht worden sein. Die nächste Runde findet voraussichtlich im Herbst statt. Wer die speziellen Energiewende-Kritieren bei der Prüfung durch den Energiewende-Forschungsbeirat der AiF nicht erfüllt, kommt immer noch für die normale IGF-Förderung in Betracht. Insgesamt wurden 2015 gut 140 Millionen Euro an Forschungsgeldern vergeben. Als KMU gelten laut Wirtschaftsministerium Unternehmen mit einem Konzernumsatz unter 125 Millionen Euro.
Jakob Schlandt
Keywords:
Energieforschung | Wissenschaft | KMU | Energiewende | Bundeswirtschaftsministerium
Ressorts:
Technology | Community

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