2015 wird nochmal ein schwieriges Jahr für Investitionen im Energiemarkt. Durch den sehr schnellen Ausbau von Wind- und Solarkraftwerken (WuS) ist Deutschland von Überkapazitäten sowohl bei Grund- als auch bei Spitzenlast geprägt.
Schaut man sich die Markterwartungen an, wird es noch einige Jahre andauern, bis diese abgebaut sind.  Dabei müssten sich die Börsenpreise für Strom mindestens verdoppeln, damit sich neue Kraftwerksprojekte rechnen.
Es bleiben derzeit nur Nischen wie Wasserkraft und der Gang in Europas Peripherie. Das Problem bei WuS ist, dass deren Produktion räumlich über viele 100 Kilometer korreliert. Daher produzieren sie immer dann, wenn alle anderen deutschen WuS auch gerade Strom liefern können. Der volkswirtschaftliche Wert von WuS sinkt daher, je mehr dieser Anlagen im Markt sind.
Der weitere Ausbau von WuS bedeutet, dass sich Investoren wie Regulatoren mehr mit den raumzeitlichen Eigenschaften von Wetter und dessen Einfluss auf die Energiewirtschaft auseinandersetzen müssen. Die Energiewende wird gelingen, wenn Markt und Politik es gemeinsam verstehen, den wetterabhängigen Strom durch Anpassungen im Strommarktdesign und durch Nachfragemanagement zu „veredeln“.

Die Antwort von Dieter Rentsch (Aquila Gruppe) lesen Sie hier.

Die Antwort von Matthias Fawer (Notenstein Privatbank) lesen Sie hier.

Die Antwort von Armin Sandhövel (Allianz) lesen Sie hier.

Björn Peters, Deutsche Bank Gruppe (foto: Conergy, PR)