E-Mobilität
30.09.2013

400 Wasserstofftankstellen bis 2023

Foto: Total

350 Millionen Euro wollen sechs Unternehmen, darunter Daimler, Total und Linde, in ein Netz von Tankstellen für Brennstoffzellenfahrzeuge investieren. Vor allem in Ballungsräumen und entlang von wichtigen Autobahnen sollen Wasserstoffstationen entstehen. Noch fehlt es an entsprechenden Autos.

Für den Bau der Tankstellen wollen der Autobauer Daimler, die Mineralölunternehmen Total, Shell und OMV sowie die Gasspezialisten Linde und Total ein Joint Venture gründen. Die Unternehmen hatten sich bereits 2009 zur Initiative „H2-Mobility“ zusammengeschlossen, die den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur zum Ziel hat. Bis 2023 sollen insgesamt 400 Tankstellen für Brennstoffzellenfahrzeuge entstehen. 

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Die ersten 100 sollen bereits bis 2017 entstehen, wie aus der am Montag unterzeichneten Absichtserklärung hervorgeht. „Damit schaffen wir für die alltagstaugliche Brennstoffzellentechnik Schritt für Schritt eine flächendeckende Infrastruktur“, betonte Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber.

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Der Fokus des Infrastrukturaufbaus liegt auf Metropolen sowie auf wichtigen Verbindungsstrecken dazwischen. Ziel ist es, in großen Städten mindestens zehn Stationen aufzubauen, sowie alle neunzig Kilometer entlang von großen Autobahnen. Aktuell sind in Deutschland erst 15 Wassertstofftankstellen in Betrieb.

Angebot an Fahrzeugen soll wachsen

Die Unternehmen gehen von einer Investitionssumme von 350 Millionen Euro aus. „Die Bereitstellung der Wasserstofftankstellen-Infrastruktur ist unser Beitrag für die künftige emissionsfreie motorisierte Mobilität“, sagte OMV-Vorstandschef Gerhard Roiss. 

Der Aufbau der Infrastruktur ist ein wichtiges Signal auch für die Hersteller. Bisher hat nur Hyundai einen Wasserstoffwagen in Kleinserie auf dem Markt. Toyota hat angekündigt, 2015 ein serienmäßiges Brennstoffzellenauto vorzustellen.

Daimler verschob Anfang des Jahres den Start seines Wasserstoffautos auf 2017. Die Begründung: Die Technik sei zu teuer, um sie erfolgreich am Markt zu etablieren. In Zusammenarbeit mit Ford und Nissan wollen die Stuttgarter nun die Produktionskosten senken. 

Die Bundesregierung fördert die Wasserstoffmobilität bereits seit 2006 mit mehren hundert Millionen Euro, aus der Industrie kommen ähnliche Beträge. Die Unternehmen kooperieren etwa in der Clean-Energy-Partnership, die den Einsatz von Wasserstoffmobilität vorantreiben will und dafür unter anderem die größte Flotte von Brennstoffzellenfahrzeugen betreibt.

 

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
Wasserstoff | H2 Mobility | CEP | Daimler | Linde | Total | OMW | E-Mobilität
Ressorts:
Markets

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