Technologie
07.09.2016

60 Millionen für neues Speicher-Forschungszentrum

Foto: Turelio; Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Eine alte Batterie, der die Säure ausgetreten und kristallisiert ist.

Die RWTH Aachen bekommt dank Unterstützung des Wissenschaftsrats ein Zentrum zur grundlegenden Erforschung von Batteriematerialien spendiert. Der Bund und das Land NRW finanzieren den Bau.

Seit den achtziger Jahren untersuchen Wissenschaftler an der RWTH Aachen die Alterungsprozesse von Batterien und Leistungselektronik, wie etwa Kondensatoren. Nun bekommt die Uni dazu von Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen ein neues Forschungszentrum für 60 Millionen Euro spendiert. Der deutsche Wissenschaftsrat hatte sich dafür ausgesprochen.

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„Mit dem Zentrum wird es zum ersten Mal in Deutschland einen ganzheitlichen Betrachtungsansatz geben,“ sagt Instituts-Leiter Rik De Doncker. Die komplette Prozesskette von der Herstellung bis zur Anwendung der leistungselektronischen Bauteile und Batterien stehe dabei im Fokus, genau wie der Lebenszyklus sämtlicher Materialien und Komponenten.

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Altern im Zeitraffer

Mit den Fördermitteln werden drei große Laborbereiche errichtet. Im ersten soll die Alterung der Materialien im Zeitraffer beobachtet werden können. An Prüfständen für Belastungs- und Umweltsimulationen werden dazu die chemischen Prozesse durch Hitze, hohe Stromstärken und pausenlose Nutzung beschleunigt. Der zweite Labor-Bereich wird dem Bau von Prototypen gewidmet. Der dritte Bereich soll der physikalisch-elektrochemischen Analyse dienen, etwa per Computer-Tomographie.

Geplanter Baubeginn ist 2017, das Gebäude soll 43 Millionen Euro kosten, die Grundausstattung mit Geräten gut weitere 16 Millionen. Mitte 2020 sollen die 150 Mitarbeiter einziehen. Bis dahin werden auch noch Forschungskooperationen mit der Industrie ausgehandelt. Die Lebensdauer von Batterien und Leistungselektronik ist für investierende Unternehmen essentiell. Beispielsweise für Autohersteller, die Abschreibungszeiträume, Garantieleistungen und Zuverlässigkeit einschätzen und planen müssen.

Tim Lüdtke
Keywords:
RWTH Aachen | Forschung | Energie | Strom | Batterien | Alterung | CARL | Wissenschaftrat | Autobatterien | Elektronik | Leistungselektonik
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