Kolumne Gerard Reid
06.10.2013

Abschreibung mit Ansage

Valentin Kaden; Titelbild: Eon
Gerard Reid ist Chefökonom von BIZZ energy today

Der Börsenwert des Energieriesen Eon ist im freien Fall. Hilft die künftige Bundesregierung?

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Hedging gegen den Preisverfall

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Vor solch einem Preisverfall konnten sich Versorger bislang durch Hedging einigermaßen schützen. Eon zum Beispiel hat vor Jahren viele Langzeitkunden mit Forward-Kontrakten an sich gebunden. Eons Hedging-Quote beträgt fast 100 Prozent, der abgesicherte Strompreis liegt im Schnitt bei 53 Euro pro Megawattstunde. Das ist fast acht Euro höher als etwa beim österreichischen Versorger Verbund mit seiner Flotte von günstigen Wasserkraftwerken, der nur 23 Prozent seiner Mengen abgesichert hat.

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Die deutschen Terminstrompreise liegen für 2014 aber nur bei 36,33 Euro. Stromverbraucher können Langzeitverträge also günstig abschließen. Bis 2016 werden die Hedge-Preise sehr dicht an den aktuellen Marktpreisen liegen. Dieser Preisverfall wird Eon treffen, wenn auch später als etwa den Verbund-Konzern. Aber auch Eon müsste ab 2015 Milliardenverluste bei der Stromerzeugung verbuchen und noch höhere Abschreibung vornehmen.

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Eon | Gerard Reid | Stromversorgung | Banken und Finanzinvestoren | BIZZ-Exklusiv
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Finance | Markets

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