Die Mehrheit der Aleo-Solar-Aktionäre stimmt für den Verkauf und die Auflösung des brandenburgischen Modulherstellers bis zum 30. April 2014. Zudem beschlossen die Aktionäre eine Namensänderung in AS Abwicklung und Solar-Service.

Am Standort Prenzlau beabsichtige die SCP Solar 200 Arbeitsplätze zu erhalten, bestätigte eine Sprecherin auf Nachfrage von BIZZ energy today. Die verbleibenden Unternehmensteile werden abgewickelt, so die Sprecherin weiter. Bestimmte Geschäftsbereiche – etwa Service – wolle das Unternehmen zunächst noch aufrecht erhalten. Die Namensänderung in „AS Abwicklung und Solar-Service AG“ solle voraussichtlich bis Anfang Mai erfolgen.

Der Hauptaktionär Bosch wird dem Modulhersteller bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen, sollte ein „konkreter Liquiditätsbedarf“ bestehen. Die Finanzspritze soll eine geordnete Liquidation ohne Insolvenz ermöglichen. Darüber hinaus hat sich Bosch im Zusammenhang mit dem Verkauf wesentlicher Unternehmensteile zur Zahlung eines Transaktionsausgleichs von mindestens 31 Millionen Euro an die Aleo Solar verpflichtet.

Ein Kaufvertrag mit der SCP Solar bestand bereits seit Februar. Wesentliche Teile des operativen Geschäfts, einschließlich der Produktionsstätte in Prenzlau sowie die Marke „aleo“, gehen an SCP Solar, ein Konsortium aus Sunrise Global Solar Energy (Taiwan), Choshu Industry (Japan) und Pan Asia Solar (China) mit einem Firmensitz in Hamburg.

 

Module von Aleo Solar wurden sogar auf der Zugspitze installiert (Aleo Solar)