Finanzierung
26.10.2012

Alstom investiert in Sonnenkraftwerke

Ivanpah
2013 soll das Ivanpah Solarturm-Kraftwerk in Betrieb gehen.

Der US-Solarthermie-Entwickler Bright Source will expandieren und sammelt neue Finanzmittel ein. Die Hälfte des Geldes kommt vom Technologiekonzern Alstom.

Der kalifornische Spezialist für Solarturm-Kraftwerke Bright Source hat seine Beteiligungsfinanzierung um weitere rund 62 Millionen Euro erhöht. Damit hat das Unternehmen bis heute insgesamt über 475 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. 

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„Mit den neuen Geldern werden wir unsere Präsenz rund um den Globus weiter steigern“, sagt John Woolard, CEO von Bright Source. Die Gelder kommen unter anderem von Goldman Sachs, BP und dem französischen Technologiekonzern Alstom, der rund die Hälfte des zusätzlichen Kapitals beisteuert. 

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Alstom hält damit nach eigenen Angaben über 20 Prozent an dem kalifornischen Solarunternehmen. „Wir glauben an die Entwicklung und die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Solarturm-Technik“, erklärt Jérôme Pécresse, Präsident von Alstom Renewable Power. 

Die Franzosen beschreiten damit – trotz der Solarkrise  den entgegengesetzten Weg zum deutschen Siemens-Konzern. Vor wenigen Tagen hatte dieser seinen Rückzug aus dem Geschäft angekündigt. Bright Source und Alstom möchten bei Solarthermieprojekten im Mittelmeerraum, Afrika, Indien und Australien eng zusammenarbeiten.  

Derweil steht das 1,7 Milliarden Euro-Projekt von Bright Source, die Ivanpah-Anlage (377 Megawatt) in der kalifornischen Mojave-Wüste, kurz vor der Fertigstellung. Gestemmt wurde der Bau über eine Kreditbürgschaft der US-Regierung von rund 1,2 Milliarden Dollar. Die Anlage soll 2013 in Betrieb gehen. 

Ein Interview mit dem Deutschland-Chef von Alstom, Alf Henryk Wulf, lesen Sie in der November-Ausgabe von BIZZ energy today.

 

Daniel Seeger
Keywords:
Solarthermie | Alstom | Solarenergie | Investment | Projektfinanzierung
Ressorts:
Finance | Markets

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