Nord Stream Pipeline
03.02.2016

Am 10. Februar im Fokus: Die Ostsee-Pipeline

Die EU-Kommission will in Brüssel Details zum Ausbau der umstrittenen Pipeline (Nord Stream 2) vorlegen.

Die EU-Kommission will ihr Maßnahmen-Paket zur Energieversorgungssicherheit am 10. Februar vorlegen. Das bestätigte ein Kommissionssprecher heute auf Anfrage von bizz energy. Mit Spannung erwartet wird die Wortwahl zu Nord Stream 2 – dem geplante Bau von zwei weiteren Röhren der Ostsee-Pipeline, die politisch nach wie vor umstritten ist. Am Bau wollen sich die Energiekonzerne Shell, OMV und Eon beteiligen. Die erhalten jetzt schon mal Rückendeckung vom Weltenergierat, der politische Störfeuer aus Brüssel unbedingt vermeiden will. Geschäftsführer Carsten Rolle sagt: „Von einem eng vermaschten Europäischen Binnenmarkt mit verschiedenen Zugangswegen profitieren alle Mitgliedsstaaten – dabei hilft auch der Bau zusätzlicher Pipelines wie Nord Stream 2“.    

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Kritisiert wird der Bau vor allem durch osteuropäische Staaten wie Polen und Litauen. Deren Regierungen sehen in der Pipeline, die russisches Gas nach Lubmin bei Greifwald transportiert, ein potenzielles Erpressungs-Instrument des Kreml. Auch der aus der Slowakei stammende Vizepräsident der EU-Kommission Maroš Šefčovič hat sich öffentlich kritisch zu Nord Stream 2 geäußert.

Betreiber der Pipeline ist die Nord Stream AG, die zu 51 Prozent dem Moskauer Staatsunternehmen Gazprom gehört. Den Nord-Stream-Aufsichtsrat führt Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

Joachim Müller-Soares
Keywords:
Nord Stream | Gerhard Schröder | Gazprom | Russland | EU-Kommission | Energieversorgung | Gas
Ressorts:
Governance

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