Afrika
06.12.2013

American Capital investiert in nigerianischen Energiemarkt

depositphotos
Nigerias Wirtschaft wächst und braucht dringend Energie.

130 Millionen Dollar will der US-Vermögensverwalter in ein nigerianisches Gaskraftwerk stecken. Die Wirtschaft des westafrikanischen Landes erlebt seit Jahren ein starkes Wachstum. Präsident Goodluck Jonathan will nun mit Investoren aus dem Ausland den maroden Energiesektor auf Vordermann bringen.

American Capital investiert 130 Millionen US-Dollar in den nigerianische Energieprojektierer Azura Power Holdings, wie der US-Vermögensverwalter heute mitteilte.  „Wir nehmen diese Investition vor, weil wir die Wachstumsmöglichkeiten in den westafrikanischen Märkten schätzen und Vertrauen in das Reformprogramm der Republik Nigeria haben“, erklärt Paul Hanrahan, CEO und Mitbegründer von der American Capital-Tochter für Energie- und Infrastrukturinvestitionen. 

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Mit dem Geld möchte Azura ein Gaskraftwerk in der Nähe von Benin-Stadt im Bundesstaat Edo bauen. Die Anlage soll in der ersten Phase mit einer Leistung von einem Gigawatt aufgebaut werden. Azura hat dafür bereits im April mit der Nigerian Bulk Electricity Trading  einen Strombezugsvertrag unterzeichnet. Die Finanzierung der ersten Phase soll Anfang 2014 abgeschlossen werden, das Kraftwerk spätestens 2017 ans Netz gehen. 

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Nigeria braucht Energie

Der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan möchte den Stromsektor des westafrikanischen Landes reformieren und internationale Investoren anlocken. Die wachsende Wirtschaft des bevölkerungsreichsten Landes leidet stark unter einer fehlenden Strominfrastruktur. Dabei stieg allein in den vergangenen zehn Jahren die Wirtschaftskraft des Landes um knapp das Vierfache auf 263 Milliarden Dollar. Um mit diesem Wachstum Schritt zu halten, muss laut den Vereinten Nationen bis 2030 die Stromerzeugungskapazität um das Zehnfache auf 40 Gigawatt steigen. 

Das Londoner Analysehaus Business Monitor rechnet in den nächsten Jahren mit einem Anstieg der Kapazitäten um jährlich 8,9 Prozent. Internationale Konzerne schrecken auch von der weit verbreiteten Korruption und der angespannten Sicherheitslage in dem westafrikanischen Staat nicht mehr zurück. So kaufte der US-Riese General Electric im August zusammen mit der nigerianischen Firma Transnational für 300 Millionen US-Dollar das Ughelli-Gaskraftwerk und möchte dort die Kapazität von 300 auf über 1.000 Megawatt steigern. Auch chinesische Staatskonzerne wie Sinohydro oder Chinese National Electric Engineering sind in dem ressourcenreichen Land längst aktiv.

 

Daniel Seeger
Keywords:
Nigeria | American Capital | Afrika | Gaskraftwerk | GuD-Kraftwerk
Ressorts:
Finance | Markets

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