Erneuerbare Energien
30.09.2013

Anbau von Energiepflanzen rückläufig

Foto: Janeela/Pixelio

Erstmals seit fünf Jahren ist der Anbau von Pflanzen für die Produktion von Biokraftstoffen in Deutschland zurückgegangen. Ein Grund dürften Importe aus Südamerika sein.

Nach Angaben der staatlichen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe nimmt der Anbau von Pflanzen für die Biogas- oder Biospritproduktion im laufenden Jahr eine Fläche von 2,1 Millionen Hektar in Anspruch. Das sind etwa 40.000 Hektar weniger als im Jahr zuvor. Der Grund: Die Landwirte bauen weniger Raps für die Biodieselproduktion an. Die Fläche sank von 786.000 auf 746.000 Hektar.  

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Der Rückgang bei den Biodieselpflanzen dürfte auf das wachsende Angebot von günstigem Sojasprit aus Argentinien zurückzuführen sein. Die dortige Regierung hatte den Export lange gefördert, indem sie für das verarbeitete Pflanzenöl niedrigere Ausfuhrgebühren erhob als für unverarbeitetes. 

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Der Flächenanteil für Biogaspflanzen wie Mais oder für Energieholz blieb im laufenden Jahr dagegen identisch. Gleiches gilt für die stoffliche Verwendung von Pflanzen, etwa Zucker für Industriestärke. Insgesamt werden in Deutschland auf 2,4 Millionen Hektar Pflanzen angebaut, die entweder energetisch oder stofflich genutzt werden. Insgesamt verfügt Deutschland über eine Anbaufläche von circa 17 Millionen Hektar.

Karsten Wiedemann
Keywords:
Biosprit | Biodiesel
Ressorts:
Markets

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