Unternehmen, Verbraucherschützer, Umweltgruppen und andere NGOs appellieren an die Staatschefs der Europäischen Union, auf ihrem EU-Gipfel zur Energieversorgungssicherheit am 26. und 27. Juni ehrgeizige Einsparziele zu verabschieden. In einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel schreiben sie: „Der jetzt von der EU-Kommission aufzustellende Plan für Energiesicherheit konzentriert sich zu einseitig auf kurzfristige Lösungen wie eine Erhöhung der Reserven und fossile, endliche Energien, darunter Atomenergie und Fracking“. Stattdessen müssten „deutliche Fortschritte bei erneuerbaren Energien und Energiesparen im Zentrum stehen.“

Den Brief an die Kanzlerin haben die Chefs von neun Organisationen unterzeichnet. Dazu gehören unter anderem Klaus Müller (Verbraucherzentrale Bundesverband), Katharina Reuter (Unternehmensgrün), Detlef Wetzel (IG Metall) und Max Schön (Stiftung 2 Grad). Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller gehört zu den Unterzeichnern, in seiner Funktion als Präsident der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz. Mit Blick auf den EU-Gipfel sagt Müller: „Wenn es gelingen soll, die Versorgungssicherheit nachhaltig zu sichern, die Energiekosten massiv zu senken und den Job- und Konjunkturmotor wirklich durchzustarten, müssen auf Ankündigungen endlich Taten folgen. Das klappt nur mit einem europaweiten verbindlichen Energieeffizienzziel.“

 

(Depositphotos.com)