Finanzmarkt
18.10.2012

Asiatische Kreditgeber investieren in Rohstoffe

Das Finanzgeschäft mit Rohstoffen wie Öl und Kohle blüht in Asien. Nachdem sich europäische Geldinstitute wegen der Eurokrise zurückgezogen haben, entdeckt die Development Bank of Singapore (DBS) einen riesigen Wachstumsmarkt.

Rund 15 Milliarden Euro hat Südost-Asiens größte Bank DBS allein für die Rohstoff-Sparte an Krediten vergeben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. „Es ist momentan der am schnellsten wachsende Posten in unserer Bilanz“, sagte CEO Piyush Gupta bei der Eröffnung des neuen DBS-Hauptquartiers in Singapur. Ein Fokus läge dabei auf dem Energiesektor, der 50 Prozent des Rochstoffgeschäfts ausmache. 

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DBS nutzte damit eine Marktlücke, nach dem europäische Kreditgeber wie Credit Agricole und Societe Generale ihr Asiengeschäft herunterfuhren, um in der Eurokrise Eigenkapital zu sparen. Auch wegen strengerern Regulierungen des Marktes für Finanzderivate reduzierten einige Banken ihre Aktivitäten in diesem Bereich.  

Gupta gab erstmals Einblick in das Rohstoffgeschäft, in das seine Bank vor knapp zwei Jahren eingetreten ist. Unter den Singapurer Banken riss sich die DBS um diesen Markt am stärksten, sagen Analysten. Die Hauptrivalen Oversea-Chinese Banking und United Overseas Bank haben bis heute noch keine Zahlen zu diesem Geschäft veröffentlicht. 

 

 

Daniel Seeger
Keywords:
Rohstoffe | Asien | Öl | Gas | Energie | Banken
Ressorts:
Finance | Markets

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